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Jüterbog
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Blick auf das historische Rathaus von Jüterbog. |
Der mittelalterliche
Stadtkern der Flämingstadt Jüterbog ist als Flächendenkmal
ausgewiesen. Teile der Stadtmauer um die Altstadt sind erhalten, ebenso
die drei Stadttore Dammtor, Neumarkttor und Zinnaer Tor. Ein Kuriosum
an jedem Tor sind Keule und Tafel mit dem Spruch: "Wer seine Kindern
gibt das Brot und nachmals leidet selber Not, den schlage man mit der
Keule tot."
Das älteste Gebäude ist die Liebfrauenkirche. Am Tag ihrer Weihe
1174 erhielt die Siedlung das Stadtrecht. Die Kirche wurde später einem
Konvent von Zisterzienser-Nonnen übereignet und für deren Bedürfnisse
umgebaut. Der Marktplatz wird von dem markanten Rathausbau beherrscht. Die
Gerichtslaube stammt aus dem 15. Jahrhundert. 1535 wurde im Fürstenzimmer
des Rathauses gegen den Händler Hans Kohlhase zu Gericht gesessen.
Heinrich von Kleist hat ihm in seiner Novelle als "Michael Kohlhaas" ein
Denkmal gesetzt.
Die Stadtpfarrkirche St. Nikolai geht auf einen Bau des 13. Jahrhundert
zurück und wurde immer wieder umgebaut und verändert. Die Doppeltürme
des Westwerks sind unverwechselbares Kennzeichen der Stadtsilhouette. In
der Taufkapelle finden sich original erhaltene Fresken des 15. Jahrhunderts
sowie der berühmte Tetzelkasten – eine Einbaumtruhe, in der Johann
Tetzel 1517 der Legende nach die Einnahmen aus seinem florierenden Ablasshandel
in Jüterbog aufbewahrt hat. Die erfolgreichen Geschäfte Tetzels
wurden auch in Wittenberg bekannt und waren einer der Auslöser für
den Anschlag der Lutherschen Thesen.
In der ehemaligen Kirche des Franziskanerklosters aus dem 15. Jahrhundert
entsteht derzeit das Kulturquartier Jüterbog, in dem sich u.a. die
Bibliothek und eine Theater- und Konzertstätte befinden.

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Ansprechpartner zum Thema:

Tourismusverband Fläming e.V.
 Herr Traugott Heinemann-Grüder
 Küstergasse 4
 14547 Beelitz
 Tel.: (033204) 62870 Fax: (033204) 628761

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