17.9.: Reise in dieVergangenheit

14.09.05 Pressestelle TF, Online-Redaktion

Ein Transparent grüßt die Gäste bereits von weitem.

Foto: © Pressestelle TF
Um 13 Uhr beginnt am 17. September ein buntzes Dorffest.
Schwerpunkt ist das traditionelle Handwerk. So zeigen Holzmuldenhauer ihre alte Handwerkskunst und fertigen eine besondere Holzmulde als Wahrzeichen für Moldenhütten kann. Man kann seine stumpfen Messer und Scheren nach altem Brauch schleifen lassen, wie im Mittelalter töpfern, Kiepen- und Wände flechten.
Die Waldschule Krähennest informiert über die heimische Flora und Fauna.

Für die Unterhaltung der hoffentlich zahlreichen Gäste sorgen die "Pflastertreter" mit ihrem Holzmuldentanz, die Jagdhorngruppe KJVTF "Standlaut", die Rolandspatzen aus Zerbst mit einer Geschichte von Moldenhütten und Musik von der mobilen Gottower Discothek.

Lusttige Wettbewerbe wie Bogenschießen, Hufeisenwerfen, Holzklotben-Weitwurf, Fassbierrollen und Kegeln sowie Ritterspiele unterhalten große und kleine Gäste.

Selbstverständlich gibt es auch Deftiges zu essen, hausgemachten Kuchen der Gottower und Moldenhütter Frauen und alles, was sonst noch zu einem Dorfest gehört.

Das Hammerfließ - hier bei Gottow - prägt die Landschaft rund um Moldenhütten.

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Das Brandenburgische Ortslexikon verzeichnet die Esterwähnung des Ortes Moldenhütten, zwischen Gottow und Luckenwalde gelegen, im Jahr 1805. In alten Zeiten wurden hier Holzmulden aus Linden und Erlen gefertigt, die im Wald rund um den Ort wuchsen.
Die Einwohner erlangten mit dieser Arbeit keinen Reichtum. So blieben sie in Hütten wohnen. So kommt es wohl, dass der Ort auf der Schulenbürgerischen Karte von 1870-1871 unter dem Namen "Moldenhauer Hütten" verzeichnet war. Die Holzmulden fanden übrigens vielfältige Verwendung: im Haushalt, zum Schlachten, im Bäckerhandwerk und zum Sammeln von Eisengestein als Rohmaterial für die Gottower Eisenhütte.