Holter dipolter, wer stapft durch den Tann...

19.12.07 Pressestelle TF, Online-Redaktion

Weihnachtsfeier im Kreishaus für die Pflegekinder

Foto: © privat
Uns erreichte der Leserbrief einer Pflegemutti, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

Vorweihnachtliche Freude gab es auch 2007 für die Pflegekinder des Landkreises Teltow-Fläming. Wie in den Jahren zuvor fand in der Kreisverwaltung in Luckenwalde eine Weihnachtsfeier statt, zu der das Jugendamt Teltow-Fläming eingeladen hatte.

Am Nachmittag des 7. Dezembers füllte sich nach und nach der weihnachtlich dekorierte Speisesaal im Erdgeschoss mit mehr als 80 großen und kleinen Gästen. Wie in jedem Jahr wurde auch diesmal die Kaffeetafel sehr liebevoll vom Bärenmenü-Team gedeckt. Schüler der Musikschule Teltow-Fläming spielten weihnachtliche Weisen und sorgten für festliche Stimmung. In einer kurzen offiziellen Begrüßung dankte Waltraud Kahmann, die Leiterin des Amtes für Jugend und Soziales, den Pflegeeltern für ihre Arbeit.

Der von den Kindern sehnlich erwartete Weihnachtmann hatte auch in diesem Jahr schwer zu tragen. Mit Säcken beladen kam er in den Saal und rief jedes Kind einzeln zu sich. Viele Kinder hatten sich auf diesen Moment besonders vorbereitet. So wurden nicht nur Gedichte zu Gehör gebracht und Lieder gesungen. Einige der kleinen Gäste spielten sogar ein kleines Stück auf dem Keyboard.

Wir Pflegeeltern konnten an den Augen der Kinder erkennen, wie wichtig diese Weihnachtsfeier doch für sie ist. Unsere Pflegekinder (in ganz Teltow-Fläming gibt es mehr als 100 von ihnen) können aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihren Herkunftsfamilien leben und sind vorübergehend oder auch auf Dauer in einer Ersatzfamilie untergebracht. Für alle Beteiligten ist dies eine besonders schwere Aufgabe. Viel Geduld, Verständnis, Toleranz und Zuwendung, aber auch Konsequenz und ein strukturierter Tagesablauf sind notwendig, damit die Kinder sich gut entwickeln können.

Den Lohn für diese harte Arbeit erhalten die Pflegeeltern von den Pflegekindern selbst. Die Kleinen zeigen ihre Gefühle – positive wie negative – offen. Ein Lächeln des Kindes ist der schönste Dank für die Pflegeltern und lässt den doch sehr großen Aufwand der "Rund-um-die Uhr-Betreuung" schnell vergessen.




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