Förderung junger Familien

Netzwerk immer engmaschiger - neue Angebote, neue Ansprechpartner, neues Handbuch, neue Datenbank
Datum: 16.05.2013
Ebenfalls neu in TF: ein Familienhandbuch. Hier präsentiert von Amtsarzt Rüdiger Lehmann, Marion Fermann, Diana Zabel und Ivonne Fröhnel aus dem Jugendamt (hintere Reihe v. l. n. r.) sowie Doris Zimmermann-Geib vom Netzwerk Gesunde Kinder. | Foto: Landkreis TF

Rund 1200 neue Erdenbürger erblicken im Landkreis Teltow-Fläming pro Jahr das Licht der Welt – 2012 waren es exakt 1229. Sie alle sollen gesund und glücklich aufwachsen.

Ihre Eltern können dabei auf umfangreiche Hilfe und Unterstützung in der Region zählen. Dabei handelt es sich um zahlreiche Angebote, die sich in der Summe an alle Kinder, Jugendlichen, Eltern und Erziehungsberechtigten richten.

Neue Ansprechpartner im Jugendamt

Um Familien noch umfassender fördern und unterstützen zu können, wurden im Jugendamt des Landkreises Teltow-Fläming zwei neue Stellen geschaffen.

Die Sozialarbeiterinnen Diana Zabel und Ivonne Fröhnel stehen als Ansprechpartnerinnen für die Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie und für die so genannten „Frühen Hilfen“ zur Verfügung. Sie koordinieren die entsprechenden Angebote im Landkreis bzw. schließen mögliche Lücken.

Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie

Die Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie hat das Ziel, werdende Eltern, Mütter und Väter bzw. andere Erziehungsberechtigte in ihrer verantwortungsvollen Rolle zu stärken und ihre Erziehungskompetenz zu fördern. Durch präventive Angebote soll vor allem vermieden werden, dass Familien ihre Konflikte mit Gewalt lösen.

Ziel ist es, einfach zugängliche Unterstützungsangebote zu schaffen, die ohne großen Aufwand genutzt werden können. Sie richten sich an alle Kinder, Jugendlichen, Eltern und Erziehungsberechtigten. Zu diesem Zweck sollen im Landkreis Teltow-Fläming Familienzentren aufgebaut werden, die Angebote zur Allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie vorhalten. Das können beispielsweise Schulungen, Gesprächsrunden, Familienfreizeiten oder Angebote zur Familienbildung sein. Sie sollen die bereits vorhandenen Aktivitäten anderer Partner ergänzen.

Gesetzliche Grundlage für die Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie bildet der Paragraph 16 des Sozialgesetzbuches VIII.

Frühe Hilfen

Im Rahmen der öffentlichen Debatte um den Kinderschutz ist die Frühe Förderung und Hilfe für (werdende) Eltern in den Fokus der Gesellschaft und auch der Politik gerückt. Früher als bisher möchte man Eltern und deren Kindern unterstützend zur Seite stehen. Die Beratung, Unterstützung und Hilfe für werdende Eltern erhält somit einen höheren Stellenwert als bislang möglich.

Im Landkreis Teltow-Fläming wird speziell für den Bereich der „Frühen Hilfen“ ein entsprechendes Netzwerk aufgebaut. Es soll werdende und „frisch gebackene“ Eltern bei der Wahrnehmung ihres Erziehungsrechtes und ihrer Erziehungsverantwortung unterstützen. Dabei geht es um Information, Beratung und Hilfe. Dazu soll ein frühzeitiges, koordiniertes und multiprofessionelles Angebot entwickelt werden, das die Entwicklung von Kindern vor allem in den ersten drei Lebensjahren fördert und unterstützt.

2012 wurde eine Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ initiiert. Sie legt Schwerpunkte im Bereich Vernetzung, Einsatz von Familienhebammen und Einsatz von Ehrenamtlichen. Der Landkreis Teltow-Fläming beteiligt sich seit 2012 an der Initiative. Dazu wurde im Jugendamt ein Rahmenkonzept „Frühe Hilfen“ für die Jahre 2012/2013 erarbeitet. Es beinhaltet fünf Maßnahmen, die aktuell in der Vorbereitungs- bzw. Umsetzungsphase sind:

  • Erstellung einer Angebots- und Leistungsdatenbank für Frühe Hilfen
  • Entwicklung eines Familienbegleitbuches
  • Aufbau eines Arbeitskreises Frühe Hilfen innerhalb des Netzwerkes Kinderschutz
  • Baby-Begrüßungsdienst
  • Einsatz von Familienhebammen.

Bislang konnte eine Familienhebamme als Akteurin für die Frühen Hilfen im Landkreis gewonnen werden.

Netzwerk Gesunde Kinder erarbeitete Datenbank

Das Netzwerk Gesunde Kinder hat gemeinsam seinen Netzwerkpartnern (Pro familia, Familienbündnisse, Jugendamt, Fiz Blankenfelde, Gleichstellungsbeauftragte) an der Umsetzung einer kostenfreien Datenbank gearbeitet, die Kurs- und Beratungsangebote rund Schwangerschaft, Geburt und die ersten drei Jahre mit dem Kind bietet.

Diese konnte nun mit den Mitteln aus der Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ finanziert werden und steht ab sofort allen Eltern, Fachkräften und anderen Interessierten kostenlos zur Verfügung.

Die Datenbank, veröffentlicht auf der Internetseite des Netzwerks Gesunde Kinder (siehe unten angeführter Link) in der Rubrik „Angebote aus dem Landkreis TF“, gibt Informationen über Angebote rund um die Schwangerschaft, Krabbelgruppen, Baby-/Kinderkurse, Beratungsstellen u.v.m. aus dem Landkreis Teltow-Fläming.

Netzwerk Kinderschutz

Bereits seit 2007 gibt es im Landkreis Teltow-Fläming ein Netzwerk Kinderschutz. Es nutzt systematisch die spezifischen Kompetenzen unterschiedlicher Professionen, insbesondere aus den Bereichen Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Bildung, Frühförderung, Soziales und Ordnungsbehörden, Jobcenter und Agentur für Arbeit, Polizei und Familiengerichtsbarkeit.

Das Netzwerk wirkt langfristig im Sinne eines verbindlich regional sozialen Präventions- und Hilfesystems. Es nutzt dabei die Strukturen der einzelnen Sozialräume des Landkreises, aber auch sozialraumübergreifend die Ressourcen der Partner im Landkreis Teltow-Fläming.

Regelmäßig stattfindende Kinderschutz- und Regionalkonferenzen dienen als Plattform für den Austausch. Das Netzwerk wird geschäftsführend durch eine beim Jugendamt angesiedelte Arbeitsgemeinschaft Kinderschutz koordiniert. Hauptansprechpartnerin und mit der Steuerung des Netzwerkes beauftragt ist Heike Becker-Heinrich aus dem Jugendamt.

Die erläuterten Arbeitsbereiche überschneiden und ergänzen einander. Ihnen allen gleich ist der präventive Charakter und ihr Anliegen: die Förderung, Unterstützung und der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Landkreis Teltow-Fläming.

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