Denkmal des Monats

Kalenderblatt Juli: Burg Zossen - einer der ältesten Festungsbauten Brandenburgs
Datum: 02.07.2013
Die Reste der Zossener Burg - heute ein Wahrzeichen der Stadt. | Foto: Andreas Stirl

Im Landkreis Teltow-Fläming gibt es ca. 1000 Baudenkmale sowie über 1.400 bekannte Bodendenkmale. Einige von ihnen werden im Denkmalschutzkalender 2013 vorgestellt.

Ergänzend dazu erläutert die Denkmalschutzbehörde Teltow-Fläming das jeweilige Denkmal des Monats etwas näher, um den Blick des Betrachters einmal mehr für bewahrenswerte Bauten der Region schärfen.

Archäologie trifft Gartenbaukunst

Das Juli-Kalenderblatt widmet sich der ehemaligen Burg in Zossen. Ihre Reste befinden sich im Volkspark der Stadt. Dort begegnen sich Archäologie und DDR-zeitliche Gartenbaukunst der späten 1950-er Jahre.

Reste der Zossener Bastion, die im 16. Jahrhundert aus großformatigem Backstein errichtet wurde, sind eingebettet in eine Gartenlandschaft aus verschiedenen Zonen und Elementen wie Springbrunnen, Rosen- und Dahliengarten. Von der einst stark befestigten Burg sind nur noch das Geschützrondell und ein Gewölbegang erhalten.

Zossen - eine der ersten brandenburgischen Festungen

Der Festungsbau nahm im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert einen wesentlichen Aufschwung. Damit reagierten die Landesherren auf neuartige Geschütz- und Belagerungstechniken.

In Zossen entstand einer der ersten brandenburgischen Festungsbauten vermutlich bald nach 1490. Seinerzeit hatte der brandenburgische Kurfürst Johann Cicero die Herrschaft Zossen übernommen.  Später folgten Festungen in Berlin-Spandau, Peitz, Belzig und Senftenberg.

Bastionsruine ist Wahrzeichen der Stadt

Eine alte Stadtansicht von Zossen aus der Zeit um 1710 zeigt die Burg Zossen mit einer hohen Mauer. Nach zwei Seiten hin wird der Festungsbau durch sechs U-förmige Bastionen verstärkt, in denen sich ehemals Geschütze befanden. Im Inneren der Burg stand ein großer viereckiger Turm, der aber wegen starker Risse im Mauerwerk 1775 abgebrochen wurde.

Heute weist nur noch eine Bastion auf die ehemalige Festung Zossen hin. Diese beindruckt durch ihre dicken Mauern, die noch fünf Meter hoch erhalten sind. Im Inneren sieht man Schießscharten und kleine Löcher im Mauerwerk, in denen ehemals die Holzbalkendecke eingezogen war.

Neben dem Torhaus ist die Bastionsruine heute ein markantes Wahrzeichen der Stadt Zossen.

Schießscharte in Mauerwerk | Foto: Andreas Stirl Detailaufnahme der Bastion Zossen.

Kontakt

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Position
Sachgebietsleiterin
Structure
Untere Denkmalschutzbehörde
Room
A5.2.14
Anschrift
Am Nuthefließ 2
14943 Luckenwalde
Telefon
(03371) 608-3608
Telefax
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Website
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