Qualität der Badegewässer 2013

Keine mikrobiologischen Beanstandungen, aber einige Warnhinweise wegen Algenblüte und verringerter Sichttiefe
Datum: 19.09.2013
Badestelle am Glieniksee | Foto: Landkreis Teltow-Fläming

Hinter den Einwohnern und Gästen des Landkreises Teltow-Fläming liegt ein heißer Sommer. Viele nutzten den Sprung in einen der zahlreichen Seen zur Abkühlung. Sicher gehen konnte, wer dies an einer vom Gesundheitsamt überprüfte Badestellen tat.

Prüfungen von Mai bis September

Im Landkreis Teltow-Fläming wurden wie in den Vorjahren 15 Badegewässer mit insgesamt 19 amtlich ausgewiesenen Badestellen überprüft.

Die Badesaison beginnt jedes Jahr am 15. Mai und endet am 15. September. In dieser Zeit entnimmt das Gesundheitsamt im Rahmen der Regelüberwachung der Badegewässer mindestens fünf Wasserproben. Das Gesundheitsamt prüft vor Ort auch den pH-Wert, die Wassertemperatur und die Sichttiefe.

Von Mai bis September 2013 erfolgte dies einmal pro Monat. Das geschah in Übereinstimmung mit der Brandenburgischen Badegewässerverordnung. Diese sieht vor, dass der Zeitabstand zwischen zwei Probenentnahmen nicht länger als einen Monat betragen darf.

Die entnommenen Proben wurden in das Potsdamer Wasser- und Umweltlabor (PWU) gesandt und laboranalytisch untersucht. Hier sollte festgestellt werden, ob das Wasser an den jeweiligen Badestellen mit gesundheitsgefährdenden Bakterien (Escherichia coli und intestinale Enterokokken) belastet war.

Während der Badesaison 2013 gab es keine mikrobiologischen Beanstandungen.

Algenwarnungen

Biologische Prozesse können das Badegewässer zeitweilig beeinträchtigen. So kommt es alljährlich im Verlauf der Badesaison immer wieder in unterschiedlich ausgeprägter Form zu Algen- und auch Blaualgenansammlungen.

Wegen starker Algenentwicklung mit Verringerung der Sichttiefe veröffentlichte das Gesundheitsamt bereits mit Saisonbeginn Warnhinweise für das Seebad Rangsdorf. Ende August wurde auch an der Badestelle Kliestow (Kliestower See) und in den Strandbädern Klausdorf und Mellensee (Mellensee) vom Baden abgeraten. Diese Warnhinweise blieben bis zum Ende der Badesaison gültig.

Temperaturen und Sichttiefen

Die höchsten Wassertemperaturen wurden Ende Juli im Vordersee, Strand Dobbrikow mit 26,9°C gemessen.

Während der Badesaison 2013 lagen die Sichttiefen der Badegewässer zwischen 2,50 Metern und 20 Zentimetern. Die höchsten Sichttiefen (von zwei Metern und darüber) zeigten der Glieniksee, der Große Zeschsee und der Motzener See an den Badestellen in Kallinchen, die geringsten Sichttiefen wurden mit 20 Zentimetern im Rangsdorfer See, 40 Zentimetern im Mellensee und 40 Zentimetern im Kliestower See, jeweils während der „Algenblüte“, festgestellt. Eine zu geringe Sichttiefe an den Badestellen birgt Gefahr: Ist das Wasser zu trübe, können Menschen, die gerettet werden müssen, in einem Notfall möglicherweise nicht mehr gefunden werden.

Informationen für die Bürger

Über den Zustand der Badegewässer im Sommer 2013 konnten sich die Bewohner und Gäste des Landkreises regelmäßig informieren: in Presseveröffentlichungen, im Internet sowie auf Informationstafeln im Foyer des Kreishauses. Diese Praxis hat sich bereits seit vielen Jahren bewährt und wird auch 2014 fortgesetzt.

Kontakt

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Hygiene und Umweltmedizin
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