Jan M. Piskorski: Die Verjagten

1. Dezember 2014, 14 Uhr: Autorenlesung im "Haus", Altes Lager - Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts
Datum: 20.11.2014

Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts stehen im Mittelpunkt einer Lesung, die am 1. Dezember 2014 um 14 Uhr im Kulturzentrum „Das Haus“ in Altes Lager stattfindet. Professor Jan M. Piskorski, einer der profiliertesten polnischen Historiker, wird aus seinem Buch „Die Verjagten“ lesen, das 2013 im Siedler-Verlag erschienen ist.

„Piskorski schreibt europäische Vertreibungsgeschichte, die sich von gegenseitigen nationalen Schuldzuweisungen zu lösen sucht. Und er rückt die Verjagten als Gruppe ins Bewusstsein“, meint die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu dem Buch, dessen Stärke „gerade im Erzählen“ besteht, so Deutschlandradio Kultur. Die Neue Züricher Zeitung meint sogar, dass das Werk zur europäischen Pflichtlektüre gehören müsse, denn „Piskorskis Schilderungen sind präzise, sachbezogen und von schonungsloser Nüchternheit. Literarische Querbezüge machen aus diesem Text ein flammendes Memento.“

Wie kein anderer hat Jan M. Piskorski Daten zu den Vertreibungen, Aus- und Umsiedlungen, die im Europa des 20. Jahrhunderts stattfanden, zusammengetragen.  Besonders hart betroffen waren Mittel- und Osteuropa.

Auch viele Menschen im Fläming haben einen solchen Familienhintergrund. Vor allem sie, aber auch alle anderen Interessenten sind herzlich zur Veranstaltung willkommen.  Da der Autor auch ein Buch über den Fläming plant, interessiert er sich sehr für persönliche Geschichten aus unserer Region und möchte mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen.

Diese Lesung ist der Auftakt zu einem Festival, das im Sommer 2015 im Fläming stattfinden soll. Es wird mit Mitteln der Wissenschaft, Malerei, Musik, aber auch mit ungewöhnlichen Aktionen das Thema Flucht und Vertreibung ausleuchten. Sein Titel „Displaced 2015“ steht für Displaced Person – DP.  Mit diesem Begriff bezeichneten die Alliierten 1945 die in Deutschland herumirrenden Menschen, die ihre Heimat verloren hatten. Das ist 70 Jahre her, aber aktuell wie eh und je. Überall auf der Welt fliehen Menschen vor Krieg und Gewalt und suchen auch in Deutschland Schutz und Sicherheit. Somit will die Lesung vor ihrem historischen Hintergrund auch den Bogen in die Gegenwart schlagen und zum gegenseitigen Verständnis beitragen.

Das Projekt „Displaced 2015“ wird unter anderem unterstützt vom Amt für Bildung und Kultur und von der Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragten des Landkreises Teltow-Fläming. Es wird zudem von der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert.

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