Bilanz und Ausblick

Landrätin Kornelia Wehlan dankt Bürgerinnen und Bürgern der Region und hofft auf weiteres Miteinander zum Wohle des Landkreises
Datum: 23.12.2014
Landrätin Kornelia Wehlan. | Foto: Landkreis TF

Ereignisreich, erlebenswert, erfolgsorientiert – mit diesen drei „E“ lässt sich das Jahr 2014 aus Sicht von Landrätin Kornelia Wehlan umschreiben.

„Ich bin froh und stolz darauf, dass der Landkreis Teltow-Fläming weiter an Strahlkraft gewonnen hat“, resümiert sie die zurückliegenden knapp 365 Tage.

„Das ist das Ergebnis der engagierten Arbeit vieler Bürgerinnen und Bürger unserer Region, denen ich dafür danke und ihnen für die Zukunft alles Gute wünsche“, so die Landrätin an der Schwelle zum neuen Jahr.

Dass dieses den Landkreis Teltow-Fläming weiter voranbringen möge, ist einer ihrer wichtigsten Zukunftswünsche. Und der Blick zurück stimmt optimistisch.

Wirtschaftsstandort hat sich weiter etabliert

So hat sich der seit vielen Jahren erfolgreiche Wirtschaftsstandort weiter etabliert.

„Dafür gibt es viele Beispiele. So bleibt die Sprinter-Produktion hier vor Ort, die 150-Millionen-Euro-Investition sichert den Standort Ludwigsfelde langfristig. RollsRoyce baut ein Prüfzentrum für eine neue Triebwerksgeneration und investiert 65 Millionen Euro. LIDL schafft in Großbeeren ein neues Vertriebszentrum für 43 Millionen Euro.

Und nicht zu vergessen: in der Landwirtschaft wurde mit 65,1 dt/ha Getreide die beste Ernte seit Jahren eingefahren.“

Potenziale im Norden und im Süden

Die positive Entwicklung im Norden des Landkreises steht, so Kornelia Wehlan, auch für kluge, unkonventionelle und schnelle Verwaltungsentscheidungen.

Im Gegenzug hätten sich im Süden des Landkreises wirtschaftsfördernde Elemente wie die Flaeming-Skate weiter etabliert. Dazu stehe der Landkreis auch künftig. „Die Mittel für den Erhalt der Strecke sind gut investiertes Geld, denn der Tourismus ist ein entscheidender Faktor im Landkreis.

Eine im vergangenen Jahr vorgelegte Studie stellt unter Beweis, dass sich Touristen im Jahr 2013 mehr als 5,5 Millionen Tage im Landkreis aufgehalten und dabei einen Bruttoumsatz von 169 Millionen Euro erzielt haben. Legt man das erzielte Einkommen zugrunde, entspricht das rund 3.800 Beschäftigtem im touristischen Bereich“.

Arbeitsmarkt: Viel Licht, aber auch Schatten

Stichwort Arbeitsmarkt. Auch hier gibt es Gutes zu vermelden. So sanken die Arbeitslosenzahlen im November 2014 auf einen Rekord-Tiefstand von 6,6 Prozent. „Dennoch stellt uns das nicht zufrieden“, so die Landrätin.

Es gebe eine große strukturelle Arbeitslosigkeit, viele Frauen und Männer seien schon lange ohne Beschäftigung, oftmals treffe es sehr junge oder ältere Menschen, viele davon ohne Berufs- oder Schulabschluss.

Hinzu komme die Tatsache, dass rund 9000 Menschen im Landkreis in ca. 7000 Bedarfsgemeinschaften lebten und auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch angewiesen seien. „Das ist für die Betroffenen persönlich und auch für die Allgemeinheit, die diese Kosten trägt, nicht akzeptabel.

Deshalb planen wir gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit die Gründung einer Jugendberufsagentur, um der jungen Generation die Abhängigkeit von Transfermitteln zu ersparen und ihr den Übergang von der Schule zur Berufsausbildung zu erleichtern. Darüber hinaus setzen wir uns für flächendeckenden Mindestlohn ein und bemühen uns, die Potenziale des starken Nordens mit den Vorzügen des Südens zu bündeln.“

Neues Miteinander im Landkreis

Stichwort bündeln – die Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit und ein neues Miteinander im Landkreis waren und sind der Landrätin ein besonderes Anliegen.

„Ich betone immer wieder, dass es in Zeiten knapper Kassen nichts bringt, eigene Befindlichkeiten zu pflegen. Deshalb ist es mir wichtig, dass die kommunale Familie ihre Potenziale nutzt, dass man einander auf Augenhöhe begegnet und sich soweit als möglich vernetzt.“

Flüchtlinge unterstützen - ein elementares Gebot der Menschlichkeit

Dies sei vor allem angesichts der Herausforderungen der Zukunft unabdingbar. Dabei gehe es nicht nur um finanzielle Probleme oder Folgen von Klimaveränderung und demographischem Wandel. „Im Moment sehe ich eine große Herausforderung darin, Flüchtlingen und Asylbewerbern ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Das fängt bei der Bereitstellung geeigneten Wohnraums an – hier haben wir im Landkreis große Probleme – und endet bei ganz praktischer Hilfe im Alltag. Für mich ist die Unterstützung von Flüchtlingen nicht nur eine Herausforderung, der wir uns alle stellen müssen, sondern in erster Linie ein elementares Gebot der Menschlichkeit. Hier gibt es für uns alle noch viel zu tun.“

Der Landkreis Teltow-Fläming muss 6,7 Prozent aller auf das Land Brandenburg verteilten Flüchtlinge aufnehmen, die absoluten Zahlen werden ständig nach oben korrigiert. Per 30. September 2014 lebten 435 leistungsberechtigte Asylbewerber in Teltow-Fläming.

Kreisverwaltung: Leitbild, Personalentwicklungskonzept, Haushalt

Große Herausforderungen gab es in den zurückliegenden Monaten in vielerlei Hinsicht. Auch im „eigenen Haus“ der Kreisverwaltung galt es alte Probleme zu stemmen und neue Schwierigkeiten zu bewältigen. „Mein Rückblick fällt am Ende dieses turbulenten Jahres auch hier recht optimistisch aus“, betont die Landrätin.

So verfüge man endlich wieder über ein Leitbild und ein Personalentwicklungskonzept. Beides seien wichtige Grundlagen für die künftige Haushaltsausrichtung, die mittelfristige Entwicklung der Region und die Leistungsfähigkeit der Verwaltung. „Ich bin stolz auf das Ergebnis und darüber, wie wir es erzielt haben – gemeinsam, in einem Prozess, in den die Verwaltung, die Abgeordneten des Kreistags und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister einbezogen waren.“

Dies ist umso wichtiger, da Erarbeitung dieser Dokumente zu den Hausaufgaben gehörte, die das Innenministerium dem Landkreis in Zusammenhang mit der Genehmigung des Haushaltssicherungskonzeptes aufgetragen hat. „Diese sind ohne Wenn und Aber abzuarbeiten“, so die Landrätin.

Kreishauskauf ist Beitrag zur Konsolidierung

Der Blick auf das Haushaltsjahr 2015 stimmt ebenfalls vorsichtig optimistisch, wenngleich neue Orientierungszahlen aus dem Ministerium den zunächst erwarteten Überschuss minimieren.

Ein wichtiger Beitrag zur Haushaltskonsolidierung war der Kauf des Kreishauses. Dafür musste zwar ein neuer Kredit aufgenommen werden, das ist langfristig jedoch deutlich günstiger als eine Fortführung des bisherigen Leasingvertrages.

Gemeinsam für den Landkreis und die Zukunft

Der vorsichtig optimistische Ausblick ändert nichts daran, dass das neue Jahr nicht einfacher werden dürfte als das zu Ende gehende.

„Ich hoffe und wünsche, dass viele Bürgerinnen und Bürger diesen Weg begleiten – unabhängig von Parteibuch oder Konfession, von Alter oder Geschlecht, von Herkunft oder persönlichen Interessen. Es geht um unseren Landkreis, um unsere Heimat, um unsere Zukunft. Und dafür müssen wir gemeinsam stark sein.“

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Landkreis Teltow-Fläming

Name
Frau Kornelia Wehlan
Structure
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Room
A3-1-10
Anschrift
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14943 Luckenwalde
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Telefax
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Website
www.teltow-flaeming.de

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