Wege zwischen Sachsen und Preußen

Wanderausstellung im Museum des Teltow vom 17. April bis 25. September 2016
Datum: 09.04.2016
Sächsische Postmeilensäule in Baruth/Mark. | Foto: Landkreis TF

Unter dem Titel „Wege zwischen Sachsen und Preußen. Zeitzeugen der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung vor und nach 1815 in Brandenburg" wird am 17. April 2016 um 14 Uhr im Museum des Teltow in Wünsdorf eine Wanderausstellung eröffnet. 

Sie veranschaulicht die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Preußen und Sachsen vor und nach 1815 und zeigt die historischen Wege, die beide Staaten damals trennten oder verbanden.

Grenzlinie in Museumsnähe

Das Thema ist für den Landkreis Teltow-Fläming besonders interessant, weil dieser sowohl aus altpreußischen als auch bis zum Wiener Kongress von 1815 zu Sachsen gehörenden Gebieten besteht. Dabei ist der Ausstellungsort nicht zufällig gewählt, verlief doch die preußisch-sächsische Grenze bis dahin nur wenige Kilometer vom Museumsgebäude entfernt.

Postmeilensäulen

Sächsische Postmeilensäule in Dahme/Mark. | Foto: Landkreis TF

Auf einer Reise in das Kurfürstentum Sachsen im Jahre 1730 lernte der preußische König Friedrich Wilhelm I. das sächsische System der Postmeilensäulen kennen und beschloss, dieses System auch in Preußen einzuführen.

In Folge wurden die ersten preußischen Postmeilensteine gesetzt. Unter den Nachfolgern des Regenten wurden die Poststraßen vermessen, weitere Postmeilensteine gesetzt und die ersten Fernchausseen gebaut. In Sachsen war schon 1706 mit dem Chausseebau begonnen worden, das Projekt wurde aber erst nach 1781 im großen Umfang fortgesetzt.

Sachsen in Brandenburg

Mit der veränderten Grenzziehung zwischen Sachsen und Preußen im Jahr 1815 standen zahlreiche sächsische Postmeilensäulen nun auf preußischem Boden in Brandenburg – so in Dahme/Mark und in Baruth.

Um den grenzüberschreitenden Verkehr aufrecht zu erhalten, wurden nach 1815 Postverträge zwischen beiden Staaten geschlossen. Diese regelten vor allem die Gebühren und Wege über die Chausseen, an welchen die Postmeilensteine das Hoheitsgebiet und die Entfernung zum nächsten Ort anzeigten.

Eröffnung am 17. April 2016

Die vom Wegemuseum in Wusterhausen erarbeitete Wanderausstellung wurde vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg gefördert und produziert.

Das Museum des Teltow in Wünsdorf lädt am Sonntag, dem 17. April 2016 um 14 Uhr zur Eröffnung der Sonderausstellung ein, die bis zum 25. September 2016 dort zu sehen sein wird.

Das Haus in der Wünsdorfer Schulstraße 15 hat jeweils samstags und sonntags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Nach telefonischer Anmeldung unter (033702) 66900 können gern auch andere Zeiten an anderen Wochentagen vereinbart werden.

Kontakt

Museum des Teltow

Name
Herr Silvio Fischer
Position
Leiter
Anschrift
Wünsdorf
Schulstraße 15
15806 Zossen
Telefon
(033702) 66900
Telefax
(033702) 66902
Website
museum.teltow-flaeming.de

Sprechzeiten

Sprechzeiten
Sa, So 13 bis 16 Uhr
Nach terminlicher Vereinbarung sind Führungen möglich und Besucher auch außerhalb der Öffnungszeiten willkommen!