Erfolgreiches Energiesparprojekt

Präsentation der Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums Jüterbog fand großes Interesse
Datum: 13.07.2016
Großes Interesse fand die Präsentation im Goethe-Schiller-Gymnasium Jüterbog. | Foto: Landkreis TF

Jüngste Ergebnisse des Energiesparprojekts an Schulen im Landkreis wurden kürzlich im Goethe-Schiller-Gymnasium Jüterbog vorgestellt.

Dort haben Jugendliche im Winter 2015/16 gemeinsam mit Lehrerin Kerstin Graf und Dr. Dino Laufer vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU) aus Berlin die Themen Energie und Klima in besonderer Weise betrachtet: Sie untersuchten das Gymnasium hinsichtlich des Energieverbrauchs, prüften, ob Energie verschwendet wird und entwickelten Verbesserungsvorschläge.

Verantwortung für den Klimawandel

Bei der Präsentation der Untersuchungsergebnisse erläuterte Dr. Dino Laufer, warum besonders die Menschen in Industrieländern eine wesentliche Verantwortung für den Klimawandel tragen. Klara Lindner von der Firma Mobisol stellte im Anschluss die zentralen Herausforderungen der Energieversorgung in Entwicklungsländern heraus.

Energie und Klimaschutz vor Ort - erhebliche Einsparungen

Im Anschluss ging es um Energie und Klimaschutz vor Ort. Die Schülerinnen und Schüler des Energiesparteams stellten die Ergebnisse ihrer Analyse vor. Sie gaben Tipps, wie durch verändertes Verhalten zukünftig am Goethe-Schiller-Gymnasium Energie gespart werden kann.

Auch im Jahr 2015 kam es im Vergleich zu 2010 und 2012 zu einer erheblichen Reduzierung der Verbrauchskosten für Wärme, Strom und Wasser. Wurden im Jahr 2012 insgesamt 113.000 Euro ausgegeben, so reduzierte sich die Summe auf 73.000 Euro im Jahr 2015. Die Einsparungen sind nicht nur durch den Austausch einer Heizungsanlage zurückzuführen, sondern auch auf energiebewusstes Verhalten der Schülerinnen und Schüler.

Wärme nutzen mit kühlem Kopf

Der Wärmeverbrauch macht zwei Drittel der Gesamtkosten aus. Daher wird das Energieteam besonders in den Wintermonaten aktiv. Es hat u. a. kontrolliert, ob die Raumtemperatur die empfohlenen 20 Grad Celsius nicht übersteigt. In einigen Räumen in der Schule wurden Langzeitthermometer ausgelegt. Im Ergebnis ist zu sehen, dass die Raumtemperaturen auch an schulfreien Tagen teils noch zu hoch sind. Hier sind nun der Hausmeister und das Bauamt gefragt, die Heizung erneut zu justieren.

Beim Rundgang in der Schule haben die Schülerinnen und Schüler vor Ort in den genutzten Unterrichtsräumen die Temperatur, aber auch den Kohlendioxid-Gehalt in der Luft sowie die Lichtverhältnisse gemessen. Eine Sammelauflistung zeigt, wo bereits gutes Raumklima herrscht, in welchen Räumen noch nachgebessert werden kann bzw. welche Klassen sich energiebewusster verhalten sollten.

Energiespartipps vor Ort

Klare Lindner bei ihrem Vortrag. | Foto: Landkreis TF

In den Räumen angebrachte Energiespartipps zeigen den Mitschülern, wie es richtig gemacht wird. Hier einige Beispiele, die auch zu Hause gut anwendbar sind:

  • Die Einstellung der Thermostate bis höchstens Stufe 3, denn überhitzte Räume lassen die Köpfe rauchen und verbrauchen unnötig Heizenergie.
  • Beim Lüften die Fenster für einige Minuten weit öffnen und die Thermostate herunterregeln.
  • Kippfenster sollen in der Schule tabu sein, weil dabei kostbare Heizenergie ungenutzt nach draußen verschwindet.
  • Niemand muss frieren, dennoch sollte jeder seine Kleidung den winterlichen Temperaturen anpassen.
  • Nach dem Verlassen des Raumes bitte das Licht ausschalten.

Auch in der Turnhalle soll durch bessere Abstimmung unnötige Heizkosten eingespart werden.

Verantwortliche in allen Klassen

Die große Frage des Energieteams ist: „Wie schaffe ich es, das Bewusstsein für eine ganze Schule zu schärfen?“ Zukünftig soll es in allen Klassen Verantwortliche geben, die in den Pausen auf die richtige Lüftung und optimale Heizeinstellung achten und zudem das Licht bei Verlassen des Unterrichtsraumes ausmachen.

Dank an alle Akteurinnen und Akteure

Gruppenbild der Akteure

Die erzielten Erfolge sind das Ergebnis der guten Zusammenarbeit mehrerer Bereiche. „Ein großes Dankeschön allen Beteiligten für das dauerhafte Engagement der Schule am Energiesparprojekt. Das Energiesparteam mit seiner Lehrerin Kerstin Graf und Berater Dr. Dino Laufer hat viel Arbeit investiert, um die Energiesituation an der Schule zu verstehen und zu optimieren. Auch Hausmeister Marcel Wenzel und das Bauamt sind tatkräftige Unterstützer des Vorhabens“, beurteilt Werina Neumann aus dem Umweltamt Teltow-Fläming das Projekt.

Sie resümiert: „Wir haben unser Ziel erreicht. Durch die Reduzierung des Energieverbrauchs konnten Kosten gespart und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden, ohne dass jemand frieren muss. Klimaschutz in den Bildungseinrichtungen wird auch in den kommenden Jahren ein aktuelles Thema bleiben.“

Der Landkreis Teltow-Fläming organisiert die Energiesparprojekte in den kreiseigenen Schulen und hat zur Durchführung vor Ort das Unabhängige Institut für Umweltfragen UfU e. V. aus Berlin beauftragt. Ausschüttungsmittel der Mittelbrandenburgischen Sparkasse Potsdam (MBS) unterstützen die Finanzierung des Projekts.

Kontakt

Landkreis Teltow-Fläming

Name
Frau Werina Neumann
Position
Sachbearbeiterin Klimaschutz
Structure
Umweltamt
Room
A5.3.7
Anschrift
Am Nuthefließ 2
14943 Luckenwalde
Telefon
(03371) 608-2401
Telefax
(03371) 608-9170
Website
www.teltow-flaeming.de

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