Istanbul - Einsichten

Kunstausstellung über das Leben in der türkischen Metropole - ab 21. Januar 2017 in der Neuen Galerie
Datum: 19.01.2017
Kadikoy-Hafen | Foto: Angela Fensch

Vom 21. Januar bis zum 5. März 2017 zeigt die Neue Galerie Wünsdorf-Waldstadt Fotografien, Assemblagen, Collagen, Installationen und Montagen von Angela Fensch, Gisela Gräning, Beret Hamann und Gunter Schöne.

Sie gehörten zu den Künsterlinnen und Künstlern, die 2015 ein Stipendium des Landes Brandenburg in Istanbul erhielten. Istanbul Einsichten haben sie die Ausstellung genannt, die von Beret Hamann kuratiert wurde. Die Ausstellung zeigt vier Arbeitsweisen und Sichten auf andere Menschen und ihre Kultur.

Eröffnung

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, dem 21. Januar, um 15 Uhr mit einer einführenden Rede von Dr. Angelika Euchner und türkisch-kurdischen Klängen von Dimokrat Taha und seiner Musikgruppe.

Die Galerie befindet sich in Wünsdorf-Waldstadt in der Gutenberg Str. 1 und hat Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Beret Hamann: Stadt und Menschen

Eines der fotografischen Stadtporträts von Beret Hamann zeigt Istanbul in der Abendsonne: im Vordergrund die die Kuppeln der Süleyman-Moschee, dahinter im Dunst die Silhouette der Großstadt mit 17 Millionen Einwohnern an der Schnittstelle Europas zu Asien.

Die rasant wachsende Stadt war eines ihrer Themen, die Menschen darin ein weiteres.

Interviews mit türkischen Frauen, die sie machte, dokumentieren den bereits 2015 zu spürenden Wandel von einer einst weltoffenen Großstadt zu einem autoritären System.
Die Interviews gehen der Frage nach dem Leben der Frauen in Istanbul nach. Sie berichten von ihrer Kindheit, wie sie groß geworden sind, ob sie religiös sind oder nicht und was damit verbunden ist und wie sie ihr Leben „zwischen den Welten“ einrichten.

Gunter Schöne: Geschichten

Der Bildhauer Gunter Schöne nahm Fundstücke aus der Stadt mit nach Hause in sein Atelier und verarbeitete sie dort zu Geschichten erzählenden Assemblagen. Mit seinen Istanbuler Arbeiten hat er sich speziell den orientalischen Märchen gewidmet und sie mit der Gegenwart verbunden.

Gisela Gräning: verlorene Nachbarschaft

Gisela Gräning: Nachbarschaft | Foto: Gisela Gräning

Für Gisela Gräning begann die Arbeit mit Zeitungsartikeln über verfallene, abrissreife Häuser in Istanbul. In ihren Bildern verfremdet sie Fotografien verlassener Gebäude, die sie auf ihren Spaziergängen durch alte Stadtteile entdeckte. Interessante Gespräche mit Zufallsbekanntschaften ergänzten das Gesehene. Der Titel ihrer Arbeit „Mosaiknachbarschaft“ stammt von einer Bewohnerin, die bedauert, dass mit Vertreibung, Abriss und Leerstand ein buntes Neben- und Miteinander verloren gegangen ist.

Angela Fensch: Menschenbilder

Die 15 ausgestellten „Menschenbilder“ der Fotografin Angela Fensch stammen aus der Porträtserie, die während ihres Aufenthaltes in Istanbul entstand. Ihr ging es darum das große Spektrum von Personen zu schildern, die ihr in der Stadt begegneten. Dazu gehörten Frauen mit und ohne Kopftuch, Männer, Jugendliche, Kinder vielfältigster Religionen und Weltanschauungen – weltoffene, neugierige Menschen, die eine große Würde ausstrahlten.

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