Kiezspaziergang

Großbeeren begeisterte Einheimische und Gäste
Datum: 19.05.2017

Mehr als zwanzig Jahre ist der Landkreis Teltow-Fläming mit dem Berliner Stadtbezirk Tempelhof Schöneberg partnerschaftlich verbunden. Von dort stammt auch die Idee der gemeinsamen "Kiezspaziergänge". Nach Blankenfelde-Mahlow im Jahr 2015 stand nun Großbeeren am 13. Mai 2017 im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Landrätin Kornelia Wehlan und Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler konnten ca. 150 Spaziergänger aus Berlin, Großbeeren und darüber hinaus vor dem Rathaus in Großbeeren begrüßen. Darunter auch die Landtagsabgeordneten Helmut Barthel und Danny Eichelbaum, den Vorsitzenden der Gemeindevertretung und Staatssekretär in Sachsen-Anhalt, Michael Richter sowie weitere Kreistagsabgeordnete und zahlreiche Gemeindevertreter.

Die Führung des Spazierganges übernahm Bürgermeister Carl Ahlgrimm, der viele Informationen zur Gemeinde und deren Historie vermitteln konnte. Erstes Ziel war der Gedenkturm Großbeeren, der anlässlich des 100. Jahrestages der Schlacht bei Großbeeren im Jahr 1913 vom damaligen Kreis Teltow erbaut worden ist.

Weiter ging es durch die Trebbiner Straße zum Technikdenkmal Rieselfeld Großbeeren. Dabei handelt es sich um eine der noch am besten in Brandenburg erhaltenen Rieselfeldanlagen. Sie steht seit 1999 unter Denkmalschutz.

Nächstes Ziel war die Bülow-Pyramide Großbeeren. Dort wurden die Spaziergänger schon von weitem durch einen Salutschuss empfangen. Der Verein „6pfündige Fußbatterie Nr. 16 der brandenburgischen Artilleriebrigade 1813 (von Spreuth) e. V. hatte in historischen Uniformen Aufstellung genommen. Das Ehrenvereinsmitglied Uwe Kober erläuterte die historische Bedeutung des ehemaligen Windmühlenhügels von Großbeeren. Die Bülow-Pyramide ist ein Denkmal, welches in Erinnerung an die Schlacht bei Großbeeren die napoleonischen Truppen am 23. August 1813 errichtet wurde. Sie steht auf einem der damaligen Schlachtfelder. Mit den beiden Gedenktafeln erinnert die Pyramide an General von Bülow, der die siegreiche Schlacht bei Großbeeren befehligte.

Auf dem Weg zurück zur Ortsmitte durch die Ruhlsdorfer Straße informierte Bürgermeister Ahlgrimm über die Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus in Großbeeren. Diese Gedenkstätte befindet sich seit 1947/48 in einer ehemaligen Kiesgrube. Hier wurden von 1942 bis 1945 fast 1300 Todesopfer aus 24 Ländern des ehemaligen Arbeitserziehungs- und Getapodurchgangslagers Großbeeren begraben.

Der Kiezspaziergang endete in der Schinkelkirche. Pfarrer Manntz empfing die zahlreichen interessierten Gäste in der Kirche und erzählte ein wenig über ihre Geschichte. Die Kirche war ein Geschenk des preußischen Königs an die 1813 gerade einmal 200 Seelen umfassende Bevölkerung von Großbeeren. Sie wurde zum Dank für die siegreiche Schlacht bei Großbeeren errichtet. Während des Siegesfestes 1818 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel. Im Oktober 1820 wurde die Kirche geweiht. Seit über 100 Jahren erklingt im Inneren eine Schuke-Orgel.

Zum Abschluss lud die Evangelische Kirchengemeinde zu selbstgebackenen Kuchen und Kaffee ein. Einige Gäste nutzten auch die Gelegenheit, die 137 Stufen des Gedenkturmes zu erklimmen und in 32 Metern Höhe einen Blick über Großbeeren bis nach Berlin zu genießen.

Unterstützer

Ein großes Dankeschön für die Unterstützung geht an:

  • die evangelische Kirchengemeinde Großbeeren, vor allen die vielen fleißigen Kuchenbäckerinnen und Helferinnen
  • den Verein "6pfündige Fußbatterie Nr. 16 der brandenburgischen Artilleriebrigade 1813 (von Spreuth)" e. V.
  • Bürgermeister Carl Ahlgrimm und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Impressionen

Wehlan begrüßt Gäste | Foto: Landkreis TF Kornelia Wehlan und Angelika Schöttler begrüßen die Gäste
Menschengruppe | Foto: Landkreis TF Rund 150 Menschen nahmen am Kiezspaziergang teil
Soldaten in historischen Uniformen | Foto: Landkreis TF An die Schlacht von Großbeeren erinnerten diese Freizeit-Soldaten
Gedenktafeln für die Opfer des Faschismus | Foto: Landkreis TF Gedenken an die Opfer des Faschismus
Mann im Innenraum der Kirche | Foto: Landkreis TF In der Kirche
Freizeit-Soldat und Bezirksbürgermeisterin im Gespräch | Foto: Landkreis TF Gelegenheit zu Gesprächen zwischen Berlinern (hier: die Bezirksbürgermeisterin) und Brandenburgern

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