Zeitreise auf Briefmarken

Sonderausstellung "Verbundenheit bleibt ungeteilt" im Museum des Teltow vom 16. September bis 5. November 2017
Datum: 05.09.2017
Ausschnitt einer Ausstellungstafel der neuen Sonderausstellung im Museum des Teltow. | Foto: Landkreis TF

Auf eine Zeitreise mit Briefmarken können sich Besucher ab 16. September 2017 im Museum des Teltow im Zossener Ortsteil Wünsdorf begeben. Dort präsentiert der Premnitzer Wilhelm K. H. Schmidt die von ihm erarbeitete Wanderausstellung "Verbundenheit bleibt ungeteilt".

Auf 25 Bildtafeln zeigt die Schau etwa 150 Briefmarkenmotive aus der DDR und der Bundesrepublik zu unterschiedlichen Themen aus der Zeit der deutschen Teilung zwischen 1949 und 1989.

Briefmarken zeigen nationales Zusammengehörigkeitsgefühl

Mit dieser Gegenüberstellung möchte der Kurator zeigen, dass auch in jenen Jahren ein nationales Zusammengehörigkeitsgefühl existierte und dass die gemeinsamen Wurzeln beider Staaten trotz Teilung die deutsche Nation als Ganzes im Geiste zusammengehalten haben.

In vielen Fällen hatten die Postverwaltungen beider deutscher Staaten die gleichen historischen Ereignisse oder Persönlichkeiten im Blick und würdigten diese mit der Herausgabe von Briefmarken. Das betraf große deutsche Künstler, wie Goethe und Schiller, den Maler Albrecht Dürer oder die Komponisten Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach. Thematisiert wurden ebenso andere Bereiche des nationalen Kulturerbes, Architektur-,  Industrie- und Verkehrsgeschichte oder auch Märchen.

"Deutsch-deutscher Postkrieg"

Begleitheft zur Ausstellung | Foto: Landkreis TF

Die Schau dokumentiert andererseits auch die Differenzen beider Staaten auf politischem und ideologischem Gebiet. So wird der „deutsch-deutsche“ Postkrieg thematisiert, in dem als provokativ oder staatsfeindlich empfundene Motive der jeweils anderen Seite zurückgeschickt oder durch Lack- und Farbauftrag oder Überklebemarken unkenntlich gemacht wurden.
Im Vordergrund der Ausstellung steht also die Geschichte, nicht die Philatelie. Deshalb auch eine vergrößerte Reproduktion der ungefähr 150 Motive. Strukturierung und Themenwahl der Ausstellung ergaben sich oft aus der zeitlichen Abfolge der politischen Entwicklung Nachkriegsdeutschlands.

Die Familie von Wilhelm K. H. Schmidt stammt übrigens aus Dahme/Mark. Lesern des Heimatjahrbuches für den Landkreis Teltow-Fläming mag er als mehrfacher Autor bekannt sein.

Vernissage und Eröffnung

Das Museum des Teltow in Wünsdorf lädt am Samstag, dem 16. September 2017, um 14 Uhr, zur Eröffnung der Sonderausstellung ein. Sie wird dort bis zum 5. November 2017 im Museum zu sehen sein.

Das Haus in der Wünsdorfer Schulstraße 15 hat jeweils samstags und sonntags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Nach telefonischer Anmeldung unter (033702) 66900 können gern auch andere Zeiten an anderen Wochentagen vereinbart werden.

Kontakt

Museum des Teltow

Name
Herr Silvio Fischer
Position
Leiter
Anschrift
Wünsdorf
Schulstraße 15
15806 Zossen
Telefon
(033702) 66900
Telefax
(033702) 66902
Website
www.museum.teltow-flaeming.de

Sprechzeiten

Sprechzeiten
Sa, So 13 bis 16 Uhr
Nach terminlicher Vereinbarung sind Führungen möglich und Besucher auch außerhalb der Öffnungszeiten willkommen!