Volkstrauertag 2017

Gedenkveranstaltung am 19. November, 11 Uhr, Gemeindefriedhof Dobbrikow
Datum: 16.11.2017
Kriegsgräberstätte auf dem Friedhof Dobbrikow | Foto: Landkreis TF

Im Landkreis Teltow-Fläming finden am Volkstrauertag wieder mehrere Gedenkveranstaltungen statt. Die Landrätin, der Vorsitzende des Kreistages des Landkreises Teltow-Fläming und die Fraktionen des Kreistages werden sich gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. der Gedenkveranstaltung in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal anschließen.

Diese Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag 2017 beginnt am Sonntag, dem 19. November 2017, um 11 Uhr, auf dem Gemeindefriedhof im Ortsteil Dobbrikow der Gemeinde Nuthe-Urstromtal.

Die auf dem Gemeindefriedhof befindliche Kriegsgräberstätte wurde zuletzt im Jahr 2015 saniert. Bestattet sind hier 108 Kriegstote, davon sind lediglich 8 Namen bekannt.

Haus- und Straßensammlung bittet um Spenden

Gunter Fritsch, Präsident des Landtages Brandenburg a. D. und Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., und Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg und Schirmherr, bitten in einem gemeinsamen Aufruf um Spenden für die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

In der Zeit vom 1. bis 30. November 2017 werden Bürgerinnen und Bürger des Kreises mit Sammellisten und Sammelbüchsen im Rahmen einer Haus- und Straßensammlung um Spenden bitten, um das humanitäre Werk des Volksbundes bei uns und in der Welt auch 2018 fortsetzen zu können. Krieg, Rechtswillkür und politischer Extremismus dürfen  in unserem Land keine Chance erhalten.

Gedenktage erinnern an Kriege des 20. Jahrhunderts

In diesem Jahr 2017 erinnern zahlreiche Gedenktage an die grausamen und menschenverachtenden Kriege des 20. Jahrhunderts.

Vor über 100 Jahren, am 6. April 1917, trat die USA in die Kampfhandlungen des Ersten Weltkrieges auf Seiten der Alliierten ein, was sich als entscheidend für den Ausgang dieses Krieges erwies. D

ie sowjetische Gegenoffensive bei Stalingrad jährt sich am 19. November zum 75. Mal. Dies bedeutete die entscheidende Wende im Zweiten Weltkrieg. Innerhalb von drei Tagen wurden die gesamte 6. Armee, Teile der 4. Panzerarmee und Reste der 3. und 4. rumänischen Armee eingeschlossen.

Am 2. Februar 1943 kapitulierten die letzten Einheiten. Von den 11.000 Soldaten, die den Weg in die Gefangenschaft antraten, sollten nur 5000 viele Jahre später in die Heimat zurückkehren. In der Fünften Konferenz von Moskau vereinbarten die Außenminister der Alliierten am 23. April 1947, dass bis dahin noch nicht freigelassene Kriegsgefangene bis Ende 1948 in ihre Heimat zurückkehren sollten.

Geschichte des Volkstrauertages

Am 5. März 1922 fand die erste offizielle Feierstunde anlässlich des Volkstrauertages im Berliner Reichstag statt. Die nationalsozialistischen Machthaber missbrauchten diesen Gedenktag später für ihre Propagandazwecke. In Hitlers Kriegsvorbereitung wurde er leider als "Heldengedenktag" zu einem Programmpunkt.

Seit dem 16. November 1952 wird der Volkstrauertag aufgrund einer Übereinkunft zwischen dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., der Bundesregierung, den Bundesländern und den Kirchen am Sonntag vor dem Totensonntag als Gedenktag begangen. Anders als in der Zwischenkriegszeit wird am Volkstrauertag auch der zivilen Opfer des Krieges und der Diktatur gedacht.

Wandel zum Tag der Mahnung

Mit zunehmender zeitlicher Distanz zum Ende des Zweiten Weltkrieges erfährt der Volkstrauertag mehr und mehr einen Wandel von einem Tag der Trauer, der Erinnerung und des Gedenkens zu einem Tag der gegenwärtigen Mahnung vor den Auswirkungen von Krieg und Gewalt – als Mahntag zum Frieden.

Zu den satzungsgemäßen Aufgaben des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. gehört es, am Volkstrauertag Gedenkveranstaltungen zu initiieren, diese im Zusammenwirken mit öffentlichen Stellen, den Kirchen, der Bundeswehr und anderen Organisationen durchzuführen oder dabei mitzuwirken.

Volksbund führt junge Menschen zusammen

Jedes Jahr werden durch den Volksbund 20.000 junge Menschen aus ganz Europa an den Kriegsgräberstätten zusammen geführt. Dort erfahren sie, wie wichtig es ist, die Vergangenheit zu kennen.

Die jungen Menschen lernen im Dialog, dass es eines klaren Blicks auf die Konflikte und Gefahren der Gegenwart bedarf sowie die Kenntnis unterschiedlicher Perspektiven, um zu gemeinsamen Lösungen zu kommen. Damit leistet der Volksbund einen Beitrag zu einem friedfertigen Miteinander nicht nur in unserem Land, sondern in ganz Europa.

Kontakt

Volksbund Deutsche Kriegsgräbervorsorge e. V., Kreisverband Teltow-Fläming

Name
Frau Sandra Flinzer
Anschrift
Am Nuthefließ 2
14943 Luckenwalde
Telefon
(03371) 608-2111
Telefax
(03371) 608-9020