TF auf bislang bestem Platz

Focus-Money: Teltow-Fläming auf Rang 45 von 381 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland – Spitzenplatz im Osten!
Datum: 03.01.2018

Mit Platz 45 im deutschlandweiten Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte belegt Teltow-Fläming im traditionellen Landkreis-Ranking von Focus-Money seine bislang beste Position. Das Magazin hat 381 Landkreise und kreisfreie Städte verglichen und sieht TF in den neuen Bundesländern zum wiederholten Mal auf Platz 1.

Damit setzt sich die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre fort, in denen TF immer wieder vordere und erste Plätze erreicht und wiederholt die Rangliste in den neuen Bundesländern angeführt hat. Focus-Money hat das aktuelle Ranking am 3. Januar 2018 veröffentlicht.

Kornelia Wehlan, Landrätin des Landkreises Teltow-Fläming, zum Landkreis-Ranking von Focus-Money:

Landrätin Kornelia Wehlan (Bildmitte) hier beim Besuch der Verwaltungsleitung des Landkreisese Teltow-Fläming in der Brandenburger Urstromquelle GmbH. | Foto: Landkreis TF

"So ein hervorragendes Ergebnis hatte Teltow-Fläming im Landkreis-Ranking von Focus-Money noch nie! Rang 45 im Vergleich von 381 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten ist eine Spitzen-Position, auf die wir sehr stolz sein dürfen. Auch die Rangliste in den neuen Bundesländern führen wir zum wiederholten Male an. Das haben wir in erster Linie den Menschen zu verdanken, die hier leben und arbeiten. Sie sorgen dafür, dass Teltow-Fläming ein starker und erfolgreicher Landkreis ist, in dem es sich gut leben lässt.

Das Abschneiden im Ranking ist Resultat guter Arbeit und ein Beweis dafür, dass unser Landkreis über eine starke Wirtschaft mit einer guten Branchenstruktur verfügt. Um diese Mischung beneiden uns selbst Regionen in den alten Bundesländern – auf der einen Seite global agierende Großunternehmen wie Mercedes Benz, Rolls-Royce, MTU oder die Schaeffler AG, auf der anderen Seite die vielen klein- und mittelständischen Firmen im Bereich des Handwerks … Dieser Mix zeichnet die Wirtschaft in unserem Landkreis aus, macht sie besonders und erfolgreich.

Außerordentlich gut haben wir mit Platz 20 auf dem Bereich der Investitionstätigkeit abgeschnitten. Das ist kein Wunder, denn im Betrachtungszeitraum 2011 bis 2015 sind erhebliche Investitionsvorhaben in der Region befördert worden. Die 2018 anlaufende Produktion des neuen Mercedes Sprinter, der Turbinenprüfstand und das Entwicklungszentrum von Rolls-Royce, die Investition in die Gasturbinenforschung bei Siemens und die stetige Erweiterung der Laminatproduktion bei Classen Industries sprechen eine deutliche Sprache. Auch im Bereich der klein- und mittelständischen Unternehmen gab es spürbare Entwicklungen. So investierten Unternehmen wie ppg>wegoflex GmbH in Trebbin, die LGC GmbH im Biotechnologiepark Luckenwalde oder auch die Niendorf Flügel- und Klavierfabrik GmbH aus Luckenwalde erhebliche Summen in unternehmerische Zukunftsprojekte.

Sehr froh bin ich auch über die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, wenngleich sich das im aktuellen Ranking noch nicht 1:1 niederschlagen kann. So lag die Arbeitslosenquote im Landkreis per 31. Dezember 2017 auf einem Rekord-Tiefstand von 5,6 Prozent, im Bereich der Geschäftsstelle Zossen wurde mit 4,0 Prozent der geringste Wert im Arbeitsamtsbezirk Potsdam erzielt. Gleichzeitig stieg die Zahl der Erwerbstätigen stetig.

Hauptziel der Arbeitsmarktpolitik im Landkreis ist die Schaffung neuer sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse und die Sicherung bestehender Arbeitsplätze. Dafür nutzt der Landkreis EU-Förderprogramme sowie Bundes- und Landesarbeitsförderprogramme. In der vergangenen ESF-Förderperiode wurden zahlreiche vom ESF geförderte Bundes- und Landesarbeitsförderprogramme, unter anderem Kommunal-Kombi, Bürgerarbeit, Arbeit für Brandenburg, das Regionalbudget und die Integrationsbegleitung unterstützt bzw. durchgeführt. Das hat vielen Langzeitarbeitslosen neue Chancen eröffnet sowie dem Arbeits- und Fachkräftemangel entgegengewirkt. Diesen Problem werden wir uns mehr und mehr stellen müssen. Wie gut uns das gelingt, wird unser Abschneiden in künftigen Landkreis-Vergleichen mit Sicherheit stark beeinflussen.“

Zur Methode des Focus-Money-Landkreisrankings

Der FOCUS-MONEY-Landkreistest vergleicht die Wirtschaftskraft der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland anhand folgender Kriterien:

  • Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt, bezogen auf alle Erwerbspersonen
  • Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in jeweiligen Preisen zum Vorjahr
  • Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen je Erwerbstätigen
  • verfügbares Einkommen privater Haushalte je Einwohner
  • Veränderung der Erwerbstätigenzahl zum Vorjahr
  • Investitionen im verarbeitenden Gewerbe je Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe
  • Veränderung der Bevölkerungszahl zum Vorjahr

Für jedes Kriterium wurden drei Kennziffern zur Bewertung herangezogen, die den aktuellen Stand, die längerfristige Entwicklung und die Entwicklungsdynamik widerspiegeln:

  • der jeweils aktuellste Jahreswert
  • der Durchschnittswert der vergangenen fünf Jahre
  • die durchschnittliche jährliche Veränderung über die vergangenen fünf Jahre

Die Daten stammen von den Statistischen Landesämtern und der Bundesagentur für Arbeit und geben den neuesten verfügbaren Stand wieder. Die Basisjahre für den vorliegenden Vergleich waren entsprechend die Jahre 2012 bis 2016 für Bevölkerungsentwicklung (hier nur bis Q3/2016) und Arbeitslosenquote und 2011 bis 2015 für die übrigen Kennziffern.

Für jede Kennziffer innerhalb eines Kriteriums wurde zunächst eine Rangreihe aller Kreise und Städte gebildet. Anschließend wurden die Platzziffern addiert, wobei die Platzziffer des 5-Jahres-Durchschnitts mit 50 Prozent und die Platzziffern des aktuellen Jahreswerts und des Entwicklungswerts mit je 25 Prozent gewichtet wurden. Für das Gesamtranking wurden die so ermittelten Punktzahlen für jedes Kriterium mit einheitlicher Gewichtung addiert. Gesamtsieger ist folglich der Kreis mit der geringsten Punktzahl.

Im Ranking nicht berücksichtigt sind die Landkreise und kreisfreien Städte Aurich, Dingolfing-Landau, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Emden (Stadt), Garmisch-Partenkirchen, Gifhorn, Göttingen, Helmstedt, Kleve, Landshut (Stadt), Ludwigshafen am Rhein (Stadt), Miesbach, Mülheim an der Ruhr (Stadt), Neustadt an der Weinstraße, Osterode am Harz, Regen, Straubing-Bogen, Trier-Saarburg, Wittmund, Wolfenbüttel und Wolfsburg (Stadt).

Die Kreise Göttingen und Osterode am Harz konnten nicht bewertet werden, da sie am 1. November 2016 zum Landkreis Göttingen fusioniert sind und für die Jahre 2011 bis 2015 nicht in allen Teilbereichen aggregierte Daten vorlagen. Bei den übrigen Regionen und Städten lagen keine hinreichenden Angaben zu den Investitionen und/oder den Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe vor. Ein möglicher Grund hierfür: Dominieren einzelne Unternehmen die Wirtschaft in einer Region, können die Zahlen geheim gehalten werden.

Um das Feld nicht zu sehr auszudünnen, kamen in die Gesamtwertung auch Regionen und Städte, für die beim Kriterium Investitionen für 2015 vollständige Daten vorlagen und bei denen im Zeitraum 2011 bis 2015 für maximal ein Jahr keine Daten zu ermitteln waren. Die Investitionsdaten für Ingolstadt, Pfaffenhofen an der Ilm und Neuburg-Schrobenhausen sind zum Teil nicht offiziell ermittelt, sondern eine Kalkulation auf Basis der Umsätze und Umsatzsteigerungen, Beschäftigtenzahlen und Investitionen in der Region.

Kontakt

Landkreis Teltow-Fläming

Name
Herr Siegmund Trebschuh
Position
Amtsleiter
Structure
Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung
Anschrift
Am Nuthefließ 2
14943 Luckenwalde
Telefon
(03371) 608-1080
Telefax
(03371) 608-9010
Website
www.teltow-flaeming.de

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