Ministerin auf Kreisreise

Britta Ernst vom MBJS besuchte Kultur- und Bildungseinrichtungen im Landkreis
Datum: 20.04.2018

Zu einer Kreisreise weilte Britta Ernst, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, am 19. April 2018 im Landkreis Teltow-Fläming.

Sie verschaffte sich einen Eindruck über die Situation verschiedener Bildungs- und Kultureinrichtungen in Luckenwalde, Ludwigsfelde und Siethen. Begleitet wurde die Ministerin von Landrätin Kornelia Wehlan, der Ersten Beigeordneten und Dezernentin Kirsten Gurske sowie Dezernats- und Amtsleiter Karsten Dornquast.

Vorzeige-Kita mit Sprachförderung

Atrium der Kita "Burg" | Foto: Pressestelle TF

In der Sprach- und Konsultationskita „Burg“ in Luckenwalde zeigte sich die Ministerin begeistert von der Umsetzung des Bundesprogrammes „Sprach-Kitas – weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist.“ Inhaltlicher Schwerpunkt ist neben der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung die Zusammenarbeit mit den Familien und eine Pädagogik, die Vielfalt und Verschiedenheit der Kinder berücksichtigt.

Angesprochen wurden der hohe bürokratische Aufwand mancher Förderprogramme und der große Fachkräftemangel im sozialen Bereich. Die Ministerin regte an, verstärkt Zugewanderte für diesen Berufszweig zu gewinnen. Dazu sollen ihrer Meinung nach Anreize geschaffen werden, eine Ausbildung zu beginnen – das fördere die Integration immens.

Engagement für Kinder in Not

Gesprächsrunde beim Kinder- und Jugendnotdient | Foto: Pressestelle TF

Die Ministerin lobt die Arbeit und das Engagement des Kinder- und Jugendnotdienstes „Die Perspektive“ in Luckenwalde.

Dort werden junge Menschen zwischen einem Tag und drei Monaten untergebracht, wenn sie u. a. häuslicher Gewalt, Konflikten in der Familie oder psychischer bzw. sexueller Gewalt ausgesetzt sind. Im Jahr 2017 erfolgten 176, teils anonyme, Anzeigen von Schulen, Nachbarn und Familienmitgliedern über die Kinderschutzhotline.

Auch in dieser Einrichtung wurde der Fachkräftemangel angesprochen. Temporär musste deswegen 2017 sogar eine Etage geschlossen werden.

Gelebte Integration

Berufsbezogener Deutsch-Sprachkurs mit der Zielstellung Niveaustufe B2 | Foto: Pressestelle TF

Britta Ernst begrüßte junge geflüchtete Menschen, die an einem berufsbezogenen Deutsch-Sprachkurs mit dem Abschlussziel Niveaustufe B2 teilnehmen.

In der Volkshochschule TF wurden die Kursteilnehmenden von der Ministerin dazu ermutigt, den Lehrgang zu beenden und anschließend eine duale Ausbildung oder ein Studium zu beginnen. Bildung und Sprache seien wichtig, um in Deutschland einen Beruf mit adäquater Entlohnung zu bekommen. Zwar suchen viele große Unternehmen „billige Arbeitskräfte“, aber genau das sei der falsche Weg, so die Ministerin.

Ganz viel Eigenleistung

Gruppenfoto vor dem Vereinsheim SV Siethen 1977 e. V. | Foto: Pressestelle TF

In Siethen kam Ministerin Ernst mit Klaus-Werner Kahle ins Gespräch, dessen „Lebenswerk“ der SV Siethen 1977 e. V. ist. Der Gründervater und Vorsitzende des Sportvereins sieht großen Sanierungsbedarf für die Sportanlagen. Er hofft, dass die Vereinslandschaft in Teltow-Fläming weiterhin von Fördermitteln des MBJS profitieren kann. Zudem setzt er sich dafür ein, dass die Stadt Ludwigsfelde die Instandhaltungsmaßnahmen unterstützt. Wünschenswert wäre seiner Meinung nach auch ein Kunstrasenplatz, sodass die Fußballer im Winter nicht mehr auf den Sportplatz nach Ludwigsfelde ausweichen müssen. „Das legt nämlich die Vereinskultur lahm.“

Timo Klischan vom Kreissportbund TF lobte den SV Siethen e. V. für sein großes Engagement. Die Sanierung des Vereinsheims und die Pflege des Sportplatzes werden größtenteils in Eigenregie geleistet.

Generation 2.0

Kornelia Wehlan, Britta Ernst und Volker Große (v.l.n.r) im Gespräch über die Gottlieb-Daimler-Schule | Foto: Pressestelle TF

In der Gottlieb-Daimler-Schule Ludwigsfelde lebt Direktor Volker Große für seine Schützlinge und unterstützt ihre Kreativität. So verwundert es auch nicht, dass die Delegation mit lauter Musik und laufender Videokamera begrüßt wurde … Beeindruckt war die Ministerin vom 3-D-Drucker, den multimedialen Unterrichtsräumen, dem großen Engagement der Schüler- und Lehrerschaft, einer vielfältigen AG-Landschaft und der Bereitschaft, das Schulverweigererprojekt „Gemeinsam lernen“ zu unterstützen.

Im Schülercafé kam es zu einer abschließenden Diskussion über Schulpolitik in all ihren Facetten. Für Gesprächsstoff sorgen derzeit die Bestrebungen, eine Gesamtschule im Norden des Landkreises zu etablieren. Hier gibt es, wie die Gespräche zeigten, noch viel Klärungsbedarf.

Kontakt

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A1.1.02
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Am Nuthefließ 2
14943 Luckenwalde
Telefon
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Telefax
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