Malerei und Schwarzkeramik

Neue Galerie zeigt Arbeiten von Mona Höke und André von Martens vom 30. Juni bis 19. August 2018
Datum: 29.06.2018

Eine Ausstellung mit neuesten Arbeiten der Malerin Mona Höke aus Cottbus und Schwarzkeramik des in der Niederlausitz lebenden André von Martens wird am 30. Juni in der Neuen Galerie des Landkreises eröffnet. Die Schau ist bis zum 19. August zu sehen - immer donnerstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Einladung zur Vernissage

Die Vernissage findet am Sonnabend, 30. Juni, 15 Uhr, in der Neuen Galerie des Landkreises statt.

Die Laudationes halten die Kunsthistorikerin Friederike Breuer für Mona Höke sowie Margitta Wünsche, Vorsitzende der Kunstfördergemeinschaft des Fördervereins „Freunde der Bücherstadt Wünsdorf“ e. V. für André von Martens.

Musikalisch  wird die Ausstellungseröffnung mit Kontrabass und Stimme von Matthias Bauer begleitet.

Mona Höke

Mona Höke, ohne Titel, aus der Folge BRIEFE, Tusche auf Papier, 30 cm x 20 cm, 2016

Jörg Sperling, Kustos am dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus:

"Wie ein roter Faden zieht es sich durch das Werk der Cottbuser Malerin und Grafikerin Mona Höke. Auf ihren Papieren verschwistern sich Schreiben, Zeichnen und Malen in eigener Weise. Die Künstlerin durchstreift auf sehr verschiedenen Pfaden das Spannungsfeld zwischen Schriftgrund und Malgrund, zwischen Zeichensetzung und Farbauftrag.

Einerseits bieten Dichtungen, im Besonderen Poesie, reichlich Anregung, andererseits ist es immer wieder die literarische und kalligrafische Form des Briefes, die im Bildhaften mündet.

Häufig weisen Mona Hökes Malereien mehrere Schichten der Überarbeitung auf. Reduzieren oder Abwaschen, Zerschneiden und Neuzusammenfügen offenbaren sich in diesem Prozess als nicht ungewöhnliche Schritte. So verdichten sich die Werke zu lebendigen Schichtwesen (…)

Solcherart Malerei erschließt sich nicht auf den ersten Blick, sie will ‚gelesen‘ werden – und bewahrt doch immer ein Stück ihres lebendigen Geheimnisses vom Urgrund des Bildes."

André von Martens

"Meine Schwarzkeramiken entstehen jedoch nicht durch (...) Vorrichtungen, Werkzeuge, Arbeits- und Brennmöglichkeiten; sie entstehen intuitiv mit den Vorrichtungen bzw. Werkzeugen in einer Art Dialog. Scherben durchgängig schwarz zu brennen ist nicht einfach! (…)

Unglasierte Gefäße aus der Ur- und Frühgeschichte haben mich schon als Kind und Jugendlicher fasziniert – die Schnur- und Bandkeramik, z. B. polierte und geritzte Schwarzkeramiken wie die der Etrusker oder der Pueblo Indianer, erschienen mir im Vergleich dazu feiner und geheimnisvoller.

Formal gefallen mir keltische Gefäße und – im Hinblick auf ihre Schlichtheit – die der Slawen. Die porösen Schwarzkeramik-Scherben empfinde ich als wärmer im Gegensatz zum dicht gebrannten Steinzeug (…) Sie haben oft etwas Seelisches und das ist mir wichtig. Eine gewisse Spannung, die nicht aufdringlich ist und auch nachhaltig spürbar in ihnen verbleibt. Manchmal ist bei den Gefäßen so etwas wie eine ganz leise, feine, meditative Hoheit zu spüren. Diese Ausstrahlungen sind unterschiedlich und vor allem subjektiv empfunden."

(Auszüge aus einem Werkstattgespräch, Interview mit Evelyne Schoenmann)

Von Martens signiert mit einem stilisierten Vogel, welcher auf jedem Objekt eine andere Mimik hat: „Die Signatur mit dem Vogel hat eine Bedeutung. Es ist ein Kürzel meines Namens, verbunden mit dem Herstellungsjahr und dem Vogel. Dieser symbolisiert mich und verrät mein aktuelles Befinden in seiner Mimik.“

Das AD-Magazin (AD Architectural Digest – das Beste aus Stil, Architektur, Interior und Design) kürte André von Martens unlängst mit zu den 50 besten Designern Deutschlands. Denn, so die Redaktion 2017: „Er entwirft schwarze Keramikgefäße, die über Raum und Zeit erhaben sind.“

Erstveröffentlichung: 26. Juni 2018

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