Strukturwandel und Arbeitsmarkt

Staatssekretärin des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales informiert sich über Lage in TF
Datum: 14.03.2019
Gäste und Gastgeber bei Mercedes-Benz: vorn, Mitte Staatssekretärin Leonie Gebers, rechts neben ihr Landrätin Kornelia Wehlan, links neben ihr Bürgermeister Andreas Igel | Foto: Landkreis TF

Zu einer Strukturwandelreise weilte Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, am 1. März 2019 im Landkreis Teltow-Fläming. Sie verschaffte sich einen Eindruck vom sozialen Arbeitsmarkt in Teltow-Fläming und vom Strukturwandel in Ludwigsfelde.

Erfolgsfaktor Lage

Landrätin Kornelia Wehlan und Ludwigsfeldes  Bürgermeister Andreas Igel begrüßten die Staatssekretärin im Klubhaus Ludwigsfelde. Wilfried Thielicke, Wirtschaftsförderer Ludwigsfeldes, stellte danach die  „junge Stadt mit Tradition und Familiensinn“ vor: Sie hat seit den 1990-er Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Immer mehr Industrie- und Gewerbebetriebe, Dienstleistungs- und Logistikunternehmen siedelten sich an. Dieser Srukturwandel sowie die gute Anbindung an Berlin auf Straße und Schiene sind seitdem für viele Menschen Grund, sich in der Stadt und ihren Ortsteilen niederzulassen. Nun kämpft Ludwigsfelde mit Wachstumsschmerzen.

Bürgermeister Andreas Igel betonte, dass Gewerbeansiedlung und Zuzug die Stadt in finanzieller wie zeitlicher Hinsicht vor große Herausforderungen stellten.

Zu den größten Problemen zählten derzeit neben dem Lärm durch Flugzeuge, Bahn und Autobahn, der für manch einen Anwohner eine Belastung darstellt, vor allem der Fachkräftemangel, die Anbindung der ländlich geprägten Ortsteile an die Stadt, fehlende Kita- und Schulplätze und die unzureichende Bereitstellung von Jugend- und Kulturangeboten.

Dieser Spagat zwischen den positiven Entwicklungen (Erweiterung des Wirtschafts- und Gewerbestandortstandortes mit Industriepark Ost/West, Brandenburg Park, Preußenpark, Industriepark 4.0, wachsende Einwohnerzahl) und den neuen Herausforderungen wurde auch bei der moderierten Stadtrundfahrt durch Ludwigsfelde deutlich.

Jugendberufsagentur und Agentur für Arbeit

Annett Sonnenburg, Geschäftsführerin des Jobcenters TF, präsentierte anschließend die Jugendberufsagentur.

Die Jugendberufsagentur Teltow-Fläming begeht am 15. März 2019 ihren dritten Geburtstag. Mittlerweile gibt es vier Kooperationspartner – die Agentur für Arbeit, das Jobcenter TF, den Landkreis Teltow-Fläming sowie das Staatliche Schulamt. Die Jugendberufsagentur gilt als zentraler Anlaufpunkt für alle jungen Menschen, die am Übergang von der Schule in die Berufswelt stehen. Die Kooperationspartner informieren über Berufe und Zugangsvoraussetzungen, vermitteln Kontakte zu Arbeitgebern und leisten finanzielle und persönliche Unterstützung von der geförderten Ausbildung bis zur Nachhilfe, vom Erwerb des Schulabschlusses bis zum Kitaplatz.

Annett Sonnenburg berichtete von den Herausforderungen, die Fachkräftesicherung und Vermittlungsarbeit an die JBA stellten. Zudem würden noch immer nicht alle Jugendliche durch die JBA erreicht. Anke Lehmann von der Agentur für Arbeit, Leiterin der Geschäftsstelle Zossen, sprach davon, dass das gute Jobangebot den Ausbildungsmarkt kaputt mache.  Eine Ausbildung sei aber essentiell für das spätere Berufsleben von jungen Leuten und das werde auch durch die JBA vermittelt.

Ausländische Arbeitskräfte

Der letzte Tagesordnungspunkt war ein Besuch bei der Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH. Nach der Werksführung von Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Tim Kruckenberg fand eine abschließende Gesprächsrunde zu den Themen geflüchtete Arbeitnehmer/-innen und Fachkräfte aus dem Ausland und deren Integration in die Gesellschaft statt. Bürgermeister Andreas Igel unterstrich, dass Deutschkenntnisse für eine Ausbildung fundamental seien. Allerdings gebe es Unternehmen, die fast ausschließlich ausländische Arbeitskräfte beschäftigten. Für diese Menschen sei es schwieriger, sich in Deutschland zu integrieren, das sie für ihre Tätigkeit in den Unternehmen die Sprache nicht erlernen müssten.

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