Afrikanische Schweinepest (ASP) nahe deutscher Grenze (Update)

Der Landkreis Teltow-Fläming informiert zur aktuellen Lage
Datum: 06.12.2019

Angesichts des aktuellen Auftretens der ASP nahe der deutsch-polnischen Grenze teilt die Beigeordnete und Dezernentin für das Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung, und Denkmalschutz Dietlind Biesterfeld mit:

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat der Brandenburger Landesregierung offiziell den Fund weiterer toter Wild-schweine in West-Polen gemeldet, die mit dem Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert sind. Mit Datum von heute hat Polen ASP-Fälle im Powiats Zielonogorski (sieben Fälle, acht Tiere) und einen weiteren west-polnischen Fundort gemeldet, der knapp 43 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt liegt. Die Fundorte liegen außerhalb der bereits ein-gerichteten Zone, in der bisher infizierte Tiere gefunden worden sind.

Angesichts des aktuellen ASP-Seuchengeschehens wird das Einschleppungsrisiko nach Deutschland, insbesondere Brandenburg, als äußerst hoch eingeschätzt.

Die Afrikanische Schweinepest und die Klassische Schweinepest unterscheiden sich nicht in ihrem Erscheinungsbild. Beim Schwarzwild wäre u.a. mit erhöhten Fallwildzahlen, kleineren Würfen und Verhaltensänderungen zu rechnen. Je nach Krankheitsverlauf können blutige Organveränderungen auftreten. Die Übertragung erfolgt von Tier zu Tier, über infizierten Aufbruch, aber auch über infizierte Kleidung, Jagdausrüstung und Speisereste. Der Erreger ist in rohen Fleischerzeugnissen wie Schinken oder Salami monatelang haltbar. Das Blut infizierter Tiere ist besonders ansteckend.

Bei Verdacht einer Infektion beim Schwarzwild wird gebeten, sofort Kontakt mit dem Veterinäramt (VLÜA) oder der unteren Jagdbehörde aufzunehmen.

Jedes Fall- und Unfallwild muss beprobt werden und zur Untersuchung auf ASP über die zuständigen Ämter der Landkreise (VLÜÄ) an das Landeslabor Berlin-Brandenburg gesendet werden.

Für die Meldung und Beprobung von Fall- und Unfallwild erhalten Jäger eine Aufwandsentschädigung. Ab 1.12.2019 wird diese auf  50,00 € erhöht.

Aktuelle Lage bei Haus- und Wildschweinen in Europa | Foto: www.fli.de Aktuelle Lage bei Haus- und Wildschweinen in Europa

Voraussetzungen für die Gewährung der Aufwandsentschädigung

1. Fundortdokumentation: Datum, Uhrzeit und GPS-Daten, oder genaue Beschreibung des Fundortes

2. Probenahme: Blutprobe, Tupferprobe oder Tierkörper bis maximal 20 kg (flüssigkeitsdicht verpackt)

3. Fotodokumentation: wenn möglich zusätzlich ein Foto des Tierkörpers. Darauf sollten zusätzlich zum Tierkörper die Angaben zum Fundort und Funddatum zu sehen sein (z. B. auf Tafel oder Zettel neben dem Tierkörper).

Die ordnungsgemäß verpackten Proben sind zusammen mit den notwendigen Begleitdokumenten unverzüglich dem Veterinäramt Teltow-Fläming zu übergeben.

Kontakte

Probenbeutel mit Blutröhrchen, Tupfer und Probenbegleitscheine werden zu den Dienstzeiten im Veterinäramt, Am Nuthefließ 2 in Luckenwalde ausgegeben (Frau Bader 03371-608 2224 oder Frau Scheller 03371 608 2215).

Bürgerinnen und Bürger erreichen das Veterinäramt in den Dienstzeiten unter 03371 608 2201 /-2215 und die untere Jagdbehörde unter 03371 608 2115.

Außerhalb der Dienstzeiten ist der zuständige Bereitschaftsdienst des Veterinäramtes bei der Regionalleitstelle der Feuerwehr in Brandenburg/Havel unter 03381 6230 zu erfragen und ist weiterhin auch auf dieser Internetseite veröffentlicht.

Hinweis zum Tierfund-Kataster

Jäger- und Bürger*innen können verendete Wildschweine oder Unfallwild auch über das Tierfund-Kataster oder die auf dieser Homepage zur Verfügung stehende kostenlose App melden.

Kontakt

Landkreis Teltow-Fläming

Structure
Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Denkmalschutz
Anschrift
Am Nuthefließ 2
14943 Luckenwalde
Telefon
(03371) 608-2200
Telefax
(03371) 608-9040
Website
www.teltow-flaeming.de

Sprechzeiten

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Di. 9 bis 12 und
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Do. 9 bis 12 und
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