Corona - Kalenderwoche 2/2021

Infektionen weiterhin auf hohem Niveau - vorerst keine generelle Schließung von Kitas - Impfungen in Senioren- und Pflegeheimen
Datum: 15.01.2021
Bisher sind nur wenige Infektionen in Kitas in TF zu verzeichnen. | Foto: Marcin Jozwiak/CC0/pixabay

Das Corona-Infektionsgeschehen bewegt sich im Landkreis Teltow-Fläming weiter auf hohem Niveau. Mit Stand von heute, 15. Januar 2021, sind 1098 Menschen aktuell infiziert (Vorwoche: 1016). Damit stieg die Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 3736 (Vorwoche: 3175). Seit Beginn der Pandemie verstarben 83 Menschen im Landkreis in Verbindung mit SARS-CoV-2. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 303,01.


Quarantäne und Kontaktverfolgung – neue Regelungen in TF

Der Landkreis Teltow-Fläming hat die Regeln zur Kontaktverfolgung und Quarantäne mit einer Allgemeinverfügung aktualisiert.

Mehr dazu:

Betrieb von Kitas und vorschulischen Angeboten

Der Landkreis Teltow-Fläming setzt weiterhin auf sein Konzept, die Kindertagesbetreuung unter der Maßgabe des Gesundheitsschutzes zu ermöglichen. Auch wenn in der Vierten Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg davon gesprochen wird, dass ab einer 7-Tages-Inzidenz von 300 die Landkreise weitere Schutzmaßnahmen treffen sollen, heißt das nicht zwangsläufig, dass alle Kitas im Landkreis geschlossen würden. Auch müsste in einem solchen Fall eine Notbetreuung für die Kinder eingerichtet werden, deren Eltern in systemrelevanten Bereichen arbeiten.

Die Maßnahmen, die die Landkreise zu treffen haben, sollen zur Senkung der Infektionszahlen beitragen und müssen gerichtsfest begründet werden. Bisher sind Kitas nicht Treiber des Infektionsgeschehens.

Aktuell tragen Ansteckungen unter Beschäftigten oder Kindern in der Kindertagesbetreuung nur mit 0,8 Prozent zu den Infektionszahlen in TF bei. Kirsten Gurske, Sozialdezernentin dazu: „Wir haben Verständnis für Beschäftigte und Eltern, die um ihre und die Gesundheit der Kinder bangen. Mit erprobten Hygienekonzepten, festen Gruppen, der Vermittlung der AHA+L-Regeln konnten bisher Ausbrüche in den Einrichtungen weitgehend vermieden werden. In konkreten Fällen wurden vom Gesundheitsamt einzelne Gruppen oder Beschäftigte isoliert. So konnte die Schließung ganzer Einrichtungen durch das Gesundheitsamt bislang weitgehend vermieden werden. Das hilft nicht zuletzt den Familien.“ Gemeinsam mit den Bürgermeister*innen und dem Amtsdirektor ist man sich einig, hier die Entwicklung genau im Auge zu behalten und anlassbezogen kurzfristig zu reagieren.

Bürgertelefon

Nach wie vor steht das Bürgertelefon unter der Telefonnummer 03371 608 6666 täglich zu festgelegten Sprechzeiten zur Verfügung (montags bis freitags 8 bis 16 Uhr, am Wochenende 10 bis 15 Uhr). Diese Nummer sollte künftig NICHT mehr genutzt werden, wenn es um die Meldung einer Infektion geht. Für telefonische Infektionsmeldungen wurde eigens die oben bereits genannte Rufnummer 03371 608 6100 eingerichtet. Noch besser: Man nutzt die Online-Meldung.

NINA-Warnapp

Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, zeigt dem Nutzer für den aktuellen und weitere ausgewählte Standorte auch Hinweise zum Schutz vor Gefahren – zum Beispiel vor der Infektion mit dem Corona-Virus. Das gilt auch für das Gebiet des Landkreises Teltow-Fläming. Die Hinweise werden ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner*innen als Gefahreninformation ausgespielt. So erfährt man bei einem Blick auf die App sofort, wie die Situation ist und ob beispielsweise die 15-Kilometer-Regelung noch gilt. Änderungen werden signalisiert.

Der Landkreis Teltow-Fläming hat die Nutzung der NINA-Warn-App in anderem Zusammenhang bereits mehrfach empfohlen und rät in der Corona-Pandemie dringend dazu. Die App ist unentgeltlich in den verschiedenen Appstores erhältlich.

Ausblick

„Die Zahlen sind weiterhin hoch, aber mit den Möglichkeiten der Impfung, besonders in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen nicht hoffnungslos“, so Landrätin Kornelia Wehlan. Die Impfungen der älteren Bevölkerungen haben begonnen; in einigen Pflege- und Seniorenheimen ist bereits die erste Dosis verabreicht worden. Ziel der Impfstrategie des Landes ist es, dass bis Mitte Februar alle Heimbewohner*innen die zweite Dosis erhalten bzw. den Termin dafür bekommen haben. Auch Krankenhauspersonal und Rettungsdienst konnte in TF bereits geimpft werden „ Ich kann es kaum erwarten, dass das Impfzentrum in Luckenwalde am 2. Februar 2021 öffnet. Besonders freue ich mich, dass darüber hinaus auch die niedergelassenen Ärzte und die Krankenhäuser in TF ihre Unterstützung signalisiert haben, die Impfkampagne zu unterstützen. Jetzt fehlt nur noch ausreichend Impfstoff.“ Für dessen Bereitstellung ist der Bund verantwortlich.

Kontakt

Bürgertelefon Corona KVTF

Telefon
(03371) 608-6666
Website
Fragen und Antworten

Sprechzeiten

Sprechzeiten
Mo. bis Fr. 8 bis 16 Uhr
Sa. 10 bis 15 Uhr