Böden sind Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen und erfüllen vielfältige Funktionen. Intakte Böden sind beispielsweise Voraussetzung für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrungsmittel. Der Boden ist ein integraler Bestandteil der Umwelt. Er steht mit allen anderen Schutzgütern wie Wasser, Luft und Natur in enger Verflechtung.

Unter Boden im engeren Sinne versteht man die oberste Schicht der Erdkruste in ihrer Eigenschaft als Umweltmedium, als Träger von geogenen Potentialen sowie als Wirkungsraum oberflächennaher Stoffaustauschprozesse. Boden ist zahlreichen Belastungen ausgesetzt, er ist nur bedingt vermehrbar und erneuert sich nur sehr langsam.

Bodenschutz - eine gesetzliche Aufgabe

Die gesetzlichen Grundlagen für das behördliche Handeln in diesen Aufgabengebieten leiten sich vorwiegend ab aus dem Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) sowie der Bundesbodenschutzverordnung (BBodSchV). Der Bodenschutz wird damit in einen vorsorgenden und nachsorgenden Aufgabenkreis unterteilt.

Vorsorgender und nachhaltiger Bodenschutz

Ziel des vorsorgenden Bodenschutzes ist es, nachhaltig die Funktionen des Bodens zu sichern oder wiederherzustellen. Hierzu sind schädliche Bodenveränderungen abzuwehren und Vorsorge gegen nachteilige Einwirkungen auf den Boden zu treffen. Bei Einwirkungen auf den Boden sollen Beeinträchtigungen seiner natürlichen Funktionen sowie seiner Funktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte so weit wie möglich vermieden werden.

Aufgabe eines vorsorgenden und nachhaltigen Bodenschutzes ist die Abschätzung möglicher Auswirkungen aller geplanten Vorhaben auf den Boden. Er steht hier in Konkurrenz zu anderen Nutzungsansprüchen, wie z. B. Flächenbereitstellung für Industrie, Gewerbe und Verkehr, Siedlung und Erholung, aber auch zur Gewinnung von Rohstoffen aus oberflächennahen Lagerstätten. Um die Belange des Bodens erfolgversprechend in den erforderlichen Abwägungsprozessen vertreten zu können, ist eine objektive, sachlich fundierte Bewertung notwendig.

Nachsorgender Bodenschutz und Altlasten

Der nachsorgende Bodenschutz beschäftigt sich mit bestehenden schädlichen Bodenveränderungen (Altlasten oder Altlastenverdachtsflächen). Altlasten sind Flächen, die aufgrund der Einwirkung des Menschen in der Vergangenheit heute Probleme bereiten. Es handelt sich zumeist um eine Verschmutzung des Bodens, des Grundwassers oder von Gewässern, von der Gefahren für den Menschen und die Natur ausgehen. Hauptziele der Altlastenbearbeitung sind die Ermittlung und Abwehr drohender Gefahren für die Umweltmedien und Schutzgüter sowie die Wiedereingliederung altlastensanierter Flächen in den Wirtschaftskreislauf durch eine sinnvolle Nachnutzung. Die zügige Altlastenbehandlung ist damit auch eine wesentliche Voraussetzung für eine gesunde Wirtschafts- und Regionalentwicklung.

Altlasten in TF

Derzeit sind im Landkreis ca. 3.200 Altlasten und altlastverdächtige Flächen registriert. Dabei handelt es sich um mehr als 400 Altablagerungen und knapp 440 Altstandorte und über 2.500 militärische Altlasten oder -verdachtsflächen. Die Untere Bodenschutzbehörde erfasst bestimmte schädliche Bodenveränderungen und altlastverdächtige Flächen in einem Kataster.

Untere Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde

Die Untere Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde im Umweltamt des Landkreises Teltow-Fläming kümmert sich um den Bodenschutz im Landkreis. Informieren Sie sich im Menü "Was erledige ich wo?".

Nachfolgend ein Auszug aus den Dienstleistungen und Informationen der Unteren Abfallwirtschaftsbehörde:

Kontakt

Landkreis Teltow-Fläming

Name
Herr Uwe Strahl
Position
Sachgebietsleiter
Structure
Wasser, Boden, Abfall
Room
A5.3.13
Anschrift
Am Nuthefließ 2
14943 Luckenwalde
Telefon
(03371) 608-2600
Telefax
(03371) 608-9170
Website
www.teltow-flaeming.de

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Mo. nach Vereinbarung
Di. 9 bis 12 und
13 bis 15 Uhr
Do. 9 bis 12 und
13 bis 17.30 Uhr
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Am 31. Mai, 4. Oktober und 23. Dezember 2019 ist die Kreisverwaltung für Publikumsverkehr geschlossen (Brückentage).