Corona-Tests

Wann sollte ich mich testen lassen?

Das Robert Koch-Institut hat seine Kriterien zur Verdachtsabklärung auf Grund der steigenden Infektionszahlen im November 2020 angepasst: 

Die Kriterien für die Testindikation umfassen drei Kategorien: 

  1. Vulnerabilität der betroffenen Personen:

    • erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf
    • Enger Kontakt zu vulnerablen Gruppen/Risikogruppen (bspw. Familie, Beruf, Schule)
  2. Klinische Symptomatik:

    • ARE: klinische Symptome wie Husten, Schnupfen, mit oder ohne Fieber (> 38°C) (10)
    • Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns (Hypo- oder Anosmie bzw. Hypo- oder Ageusie)
  3. Expositionswahrscheinlichkeit:

    • Kontakt zu nachgewiesenen COVID-19 Fällen
    • Kontakt im Haushalt oder zu einem Cluster von Personen mit akuter ARE ungeklärter Ursache
    • Link zu einem bekannten Ausbruchsgeschehen
    • Rückkehr aus einem Risikogebiet oder Gebiet mit hoher lokaler Inzidenz (> 35/100.000)
    • weiterhin enger Kontakt zu vielen Menschen

Ein Test ist durchzuführen, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • schwere respiratorische Symptome (bspw. durch akute Bronchitis oder Pneumonie, Atemnot oder Fieber)
  • akute Hypo- oder Anosmie bzw. Hypo- oder Ageusie (Störung des Geruchs- und Geschmackssinns)
  • ungeklärte Erkrankungssymptome und Kontakt (KP1) mit einem bestätigten COVID-19-Fall
  • akute respiratorische Symptome jeder Schwere UND
  • Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe ODER
  • Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Krankenhaus ODER
  • erhöhte Expositionswahrscheinlichkeit, bspw. im Rahmen eines Ausbruchs, bei Veranstaltungen mit 10 Personen in geschlossenen und unzureichend durchlüfteten Räumen und unzureichender Anwendung der AHA+L-Regeln ODER
  • Kontakt im Haushalt oder zu einem Cluster von Personen mit akuter ARE ungeklärter Ursache UND eine erhöhte COVID-19 7-Tages-Inzidenz (> 35/100.000 Einwohner) im Landkreis ODER
  • während des Zeitraums der Symptomatik bestand die Möglichkeit (Expositionssetting) einer Weiterverbreitung an viele weitere Personen ODER
  • weiterhin enger Kontakt zu vielen Menschen (als Lehrer*in, Chorleiter*in, Trainer*in, Sexarbeiter*innen etc.) oder zu vulnerablen Gruppen/Risikopatienten (in Familie, Haushalt, Tätigkeit)
  • Klinische Verschlechterung bei bestehender Symptomatik

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren (zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen - falls vorhanden - einen Mund-Nasenschutz tragen.)

Treffen die oben genannten Kriterien auf Sie zu?

Dann wenden Sie sich TELEFONISCH an Ihren Hausarzt oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Informationen zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst:

Er ist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche zu erreichen. Akut, aber nicht lebensbedrohlich erkrankte Patient*innen erreichen hier außerhalb der Praxissprechzeiten.

Wenn der eigene Hausarzt/die eigene Hausärztin nicht erreichbar ist, dann ist bei begründeten Verdachtsfällen auf eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus die 116 117 auch die richtige Nummer für eine persönliche medizinische Beratung.

Ein Online-Fragebogen der Charité soll helfen, sich für oder gegen einen Arztbesuch oder einen COVID-19-Test zu entscheiden. Nach der Beantwortung gibt das Programm individuelle Handlungsempfehlungen. So sollen Patientenströme besser gesteuert werden.

Dürfen Apotheken Corona-Tests durchführen?

Apotheken dürfen bei symptomfreien Patienten Antigentests zur Feststellung einer Corona-Infektion durchführen. In einer Pressemitteilung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände e. V. (ABDA) heißt es dazu: "Nach Auffassung des Bundesgesundheitsministeriums und der für die Aufsicht zuständigen Landesministerien steht es jedem Apothekenleiter frei, Antigentests durchzuführen. Da umfangreiche Arbeitsschutzmaßnahmen vorgeschrieben sind und die Apotheken durch Pandemie-Maßnahmen ohnehin schon stark beansprucht werden, wird aber wohl nur eine begrenzte Zahl von Apotheken diese Dienstleistung kurzfristig anbieten.“

Wer gehört zu Kontaktpersonen der Kategorie 1 und 2?

Das Gesundheitsamt teilt Kontaktpersonen in zwei Kategorien ein: Kontaktpersonen der Kategorie 1 sind Personen mit engem Kontakt, die ein höheres Infektionsrisiko haben. Kontaktpersonen der Kategorie 2 sind Personen, die keinen engen Kontakt zu infizierten Personen hatten.

Kontaktpersonen der Kategorie 1 sind:

  • Personen mit einem mindestens 15-minütigen Gesichtskontakt, etwa bei einem Gespräch, sowie Personen aus Lebensgemeinschaften im selben Haushalt
  • Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten eines bestätigten Falls. Beispiele: Küssen, Kontakt zu Erbrochenem, Mund-zu-Mund Beatmung, Anhusten und Anniesen
  • Medizinisches Personal mit Kontakt zum bestätigten Fall im Rahmen von Pflege oder medizinischer Untersuchung ohne verwendete Schutzausrüstung
  • Flugzeug-Passagiere, die in derselben Reihe wie der bestätigte Fall oder in den zwei Reihen vor oder hinter diesem gesessen haben, unabhängig von der Flugdauer
  • Crew-Mitglieder oder andere Passagiere, sofern eines der anderen Kriterien zutrifft, zum Beispiel ein längeres Gespräch 

Kontaktpersonen der Kategorie 2 sind:

Menschen, die keinen engen Kontakt zu infizierten Personen hatten, gehören zur Kategorie 2. Das bedeutet zum Beispiel Aufenthalt im selben Raum, es fand jedoch kein mindestens 15-minütiger Gesichtskontakt statt. Auch Personen, die einen Mund-Nasen-Schutz korrekt in Situationen trugen, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden konnte, zählen zu den Kontaktpersonen der Kategorie 2.

Ich hatte engen Kontakt zu einem bestätigten Krankheitsfall. Was nun? Was soll ich tun?

Sie sind eine Kontaktperson der Kategorie 1. Es gilt Folgendes:

Wenn Sie in den vergangenen 14 Tagen engen Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten, sind Sie verpflichtet, sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Die Quarantäne endet, wenn der enge Kontakt zu einem bestätigten Fall mindestens 14 Tage zurückliegt und während der Quarantäne keine typischen Krankheitszeichen aufgetreten sind. Hierüber entscheidet das Gesundheitsamt.

Zeigen Sie Symptome, dann informieren Sie bitte Ihren Hausarzt. Dort erhalten Sie Informationen zum weiteren Vorgehen.

Infizierten und ihren Kontaktpersonen wird empfohlen, im Haushalt auf eine räumliche Trennung von anderen Haushaltsmitgliedern zu achten. So sollten etwa die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. Darüber hinaus sollten Sie die empfohlenen Hygienemaßnahmen einhalten.

In meinem weiteren Umfeld gibt es einen bestätigten Krankheitsfall. Was bedeutet das für mich?

Sie sind eine Kontaktperson der Kategorie 2. Folgende Maßnahmen sind empfohlen:

Zur Sicherheit sollten Sie vorübergehend den Kontakt zu anderen Personen möglichst reduzieren (z.B. Home-Office, Abstand halten). Im Haushalt sollte möglichst eine zeitliche und räumliche Trennung erfolgen. Halten Sie die empfohlenen Hygienemaßnahmen ein.

Achten Sie in den nächsten Tagen auf Zeichen einer Ansteckung wie Fieber, Husten, Atemnot. 

Zeigen Sie innerhalb von 14 Tage nach Ihrem Kontakt mit dem positiv-getesteten Corona-Fall Symptome, dann setzen Sie sich bitte sofort mit dem Ihrem Hausarzt in Verbindung. Dort erhalten Sie Informationen zum weiteren Vorgehen.

Einen Test können Sie über den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst auch unter der Rufnummer 116 117 anfordern. Bei begründetem Verdacht wird der Hausarzt einen Test veranlassen.

Der Arzt kann Ihnen aufgrund Ihrer Symptome eine Krankschreibung ausstellen.

Sind die Tests kostenfrei?

Kostenfrei auf Corona testen lassen darf sich nicht jede*-r. Nur bestimmte Gruppen haben einen rechtlichen Anspruch darauf.

Grundsätzlich gilt: Ob ein Test durchgeführt wird, entscheidet die behandelnde Ärztin bzw. der Arzt oder das zuständige Gesundheitsamt:

  • Symptomatische Personen, d.h. Personen mit jeglichen akuten respiratorischen bzw. COVID-19 typischen Symptomen, inklusive jedem ärztlich begründeten Verdachtsfall.
  • Kontaktpersonen: alle engen asymptomatischen Kontaktpersonen bestätigter COVID-19-Fälle, das umfasst zum Beispiel Mitglieder desselben Haushalts oder Personen, die über die Corona-Warn-App als Kontaktpersonen identifiziert wurden.
  • Personen in Gemeinschaftseinrichtungen und -unterkünften (z. B. Schulklasse, Schulen, Kitagruppen, Kitas, Gemeinschaftseinrichtungen für Geflüchtete, Pflegeheim, Justizvollzugsanstalt), wenn in der Einrichtung eine mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte Person festgestellt wurde.
  • Patienten und Bewohner vor (Wieder-)Aufnahme in Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen und sonstigen Einrichtungen für vulnerable Gruppen sowie in der ambulanten Pflege.  (Stand: 06.08.2020, Quelle: Pressemitteilung MSGIV, KVBB, Landkreistag und Städte- und Gemeindebund des Landes Brandenburg)
  • bis 1. Dezember 2020: Reiserückkehrer*innen aus Risikogebieten, wenn sie die angeordnete Quarantäne verkürzen wollen, aber frühestensfünf Tage nach Einreise (siehe auch Reiserückkehrer)

Gibt es eine Testpflicht?

Wenn das Gesundheitsamt einen Test anordnet, müssen Sie ihn erdulden.

Anlässe sind zumeist Ausbruchgeschehen, zum Beispiel in Schulen, Gemeinschaftsunterküften, Pflegeeinrichtungen.

Wo kann ich mich testen lassen?

Einen Test können Sie in der Regel bei Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt durchführen. 

Bitte überlasten Sie die Kapazität nicht unnötig. Lassen Sie sich nur dann testen, wenn Ihr Arzt/Ihre Ärztin oder das Gesundheitsamt einen Rachenabstrich empfiehlt bzw. anordnet. 

Kontaktieren Sie vorab telefonisch Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin oder nutzen Sie alternativ die Terminkoordinierung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes: 116 117

Kontaktdaten für Anlaufstellen zur Abstrich-Entnahme SARS-CoV-2

Anlaufstelle

Adresse

Telefonnummern

Hausarztpraxis Dr. Weber


Schützenstraße 58 A

14943 Luckenwalde

Tel.: 03371 620240

Rachenabstriche werden in begründeten Verdachtsfällen durchgeführt.

Mo   12 bis 13 Uhr

Di     12 bis 13 Uhr

Do    12 bis 13 Uhr

Die Corona-Diagnostik wird z. B. in der Hausarztpraxis Weber auch mit Überweisung eines anderen Kollegen angeboten.

Stand: Oktober 2020

Tests für Personen ohne medizinische Indikation

Personen, die zum Beispiel für die Einreise in ein anderes Land ein negatives Testergebnis nachweisen müssen, können das Corona-Testzentrum am Flughafen BER nutzen. Alle Informationen zu Anmeldung, Zugang, Preisen und mehr sind auf der Internetseite des Testzentrums veröffentlicht:

Gibt es Tests in Schulen und Kitas?

Mit der SARS-CoV-2-Teststrategie der Landesregierung können sich in Brandenburg alle Beschäftigten in Schulen und Kindertagesstätten in diesem Jahr (2020) innerhalb von drei Monaten bis zu sechs Mal auf das Coronavirus SARS-CoV-2 testen lassen. Dieses Testangebot startete am 3. August 2020.

Außerdem sollen im Rahmen einer Stichprobe bis zu ein Prozent der Kita-Kinder sowie der Schülerinnen und Schüler einmal getestet werden. Diese Testungen begannen am 10. August 2020. Dieses Angebot ist freiwillig. Die Tests werden von niedergelassenen Vertragsärztinnen und Vertragsärzten in Brandenburg durchgeführt. Auch hierfür ist eine telefonische Anmeldung in der Praxis notwendig. Die Kosten werden aus dem allgemeinen Corona-Rettungsschirm des Landes Brandenburg finanziert.

Wann und von wem bekomme ich meine Testergebnisse?

Ihre Testergebnisse erhalten Sie direkt bei der Anlaufstelle, die auch den Test durchgeführt hat. Der untersuchende Arzt oder das Diagnostikzentrum teilt Ihnen das Testergebnis telefonisch mit. Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der momentanen Situation hierbei zu Verzögerungen kommen kann.

Wie verhalte ich mich als Arzt oder Ärztin?

Wichtiger Hinweis: Melden Sie die Erkrankung oder den Verdacht an das Gesundheitsamt gemäß §§ 6, 8, 9 Infektionsschutzgesetz!