Wann werden Schulen wieder geöffnet? (Update 17. Juni 2020)

Die Regelungen zu den Schulen in der neuen Umgangsverordnung gelten bis einschließlich 24. Juni 2020. Das bedeutet: mit Beginn der Sommerferien gilt der Paragraf zu den „Schulen" nicht mehr. Für die Schulen sollen alle Voraussetzungen geschaffen werden, damit sie nach den Sommerferien flächendeckend einen regulären Schulbetrieb wiederaufnehmen können. Grundsätzlich soll jeden Tag Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler stattfinden.

Für die Aufnahme des regulären Schulbetriebs bedarf es einer Ausnahme von der generellen Verpflichtung zur Einhaltung eines Mindestabstands von 1,50 Metern. Deshalb gilt ab dem 25. Juni in allen Schulen: Der Mindestabstand muss nur noch zwischen Lehrkräften, pädagogischem Personal oder dem sonstigen Schulpersonal eingehalten werden. Dies gilt insbesondere in den Lehrerzimmern sowie bei Konferenzen. Zwischen Schülerinnen und Schülern sowie zwischen Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften oder dem sonstigen Schulpersonal muss kein Mindestabstand mehr eingehalten werden. In der Begründung steht dazu: „Eine sinnvolle pädagogische Arbeit in der Schule ist nur möglich, wenn der Mindestabstand zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften aufgehoben wird. Lernprozesse sind geprägt von Interaktion. Zudem lassen sich pädagogische Hilfestellungen der Lehrkräfte gegenüber Schülerinnen und Schülern nicht durchgängig unter Einhaltung eines geregelten Mindestabstands vermitteln.

Regelungen bis zum 24. Juni 2020

Allen Schülerinnen und Schülern in Brandenburg wird vor den Sommerferien der Schulbesuch und die Teilnahme am Präsenzunterricht mindestens tage- oder wochenweise ermöglicht werden. Die Sommerferien beginnen am 24. Juni. Viele Schülerinnen und Schüler gehen inzwischen wieder zur Schule: die 6., 9. und 10.Jahrgangsstufe, die 11. Jahrgangsstufe an Gymnasien sowie die 12. an Gesamtschulen. Für die Schülerinnen und Schüler, die bisher nicht gut erreicht wurden oder besonderen Unterstützungsbedarf benötigen, werden pädagogische Angebote gemacht.

Ab dem 25. Mai öffnen die Schulen für weitere Jahrgangsstufen:
Die Jahrgänge 1 bis 4 der Grund- und Förderschulen werden wieder zur Schule gehen.
Modell A (Regelmodell):

  • Die Jahrgangsstufen 1 bis 4 erhalten an zwei Tagen in der Woche Präsenzunterricht, die Jahrgangsstufen 5 und 6 an einem Tag. Die Schulen bekommen dafür Modelle vorgegeben und erhalten bei der Umsetzung Gestaltungsspielräume, um den Gegebenheiten vor Ort angemessen Rechnung tragen zu können.
  • Bei darüber hinaus verfügbaren räumlichen und personellen Ressourcen wird das Angebot für die Jahrgangsstufen 5 und 6 ausgeweitet.
  • Je Jahrgangsstufe sollen möglichst 4 Unterrichtsstunden pro Präsenztag erteilt werden.

Modell B:
Das Modell kann nur dort zum Tragen kommen, wo die Schülerbeförderung adäquat organisiert werden kann.

  • In einem Schichtmodell werden die Jahrgangsstufen auf den Vor- und Nachmittag verteilt, die Jahrgangsstufen 1 bis 4 besuchen in der Woche die Schule zwei- bis dreimal vormittags, die Jahrgangstufen 5 und 6 zwei- bis dreimal am Nachmittag.
  • Je Jahrgangsstufe sollen möglichst 3 Unterrichtsstunden pro Präsenztag erteilt werden.

Weiterführende Schulen
Die Jahrgänge 5 und 6 der Leistungs- und Begabungsklassen an Gymnasien und Gesamtschulen, die 7. und 8. Jahrgänge aller Schulformen sowie die Jahrgangsstufen 11 an Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien werden wieder zur Schule gehen.

Wann finden die Schuleingangsuntersuchungen statt? (Update 17. Juni 2020)

Die Schuleingangsuntersuchungen 2020 werden fortgesetzt

Die wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochenen Schuleingangsuntersuchungen werden ab 11.Mai 2020 durch den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst im Landkreis TF fortgesetzt. Etwa 660 Schulanfänger sind noch zu untersuchen.

Die Untersuchungstermine werden dazu seit vergangener Woche (seit 28. April 2020) geplant und mit den Eltern vereinbart.

Die Schuleingangsuntersuchungen werden in den Dienststellen des Gesundheitsamtes in Ludwigsfelde, Zossen, Jüterbog und Luckenwalde durchgeführt.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind in diesem Jahr Infektionsschutzmaßnahmen erforderlich, wie zum Beispiel die Durchführung der Untersuchung des Einschülers nur bei „Infektfreiheit“, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch das begleitende Elternteil aber auch durch den untersuchenden Kinderarzt.

Telefon KJGD Luckenwalde: 03371 608 3844 oder -3845

Telefon KJGD Jüterbog: 03371 608 3847 oder -3848

Telefon KJGD Ludwigsfelde: 03378 802645

Telefon KJGD Zossen: 03377 205 1106 oder -105

Anmerkung:

Der 30. April ist der gesetzlich vorgeschriebene Tag (Frist), bis zu welchem die Schuleingangsuntersuchungen durch die KJGD unter den „Normalbedingungen“ durchzuführen sind.

Wann kann mein Kind wieder die Kindertages- bzw. -pflegeeinrichtung besuchen? (Update 17. Juni 2020)

Kita-Betreuung ab dem 15. Juni 2020

Mit der Streichung von § 13 in der ehemaligen EindämmungsVerordnung und dem Inkrafttreten der neuen SARS-CoV-2-UmgangsVerordnung am 15. Juni 2020 gibt es keine Notfallbetreuungsfälle mehr, auch die eingeschränkte Regelbetreuung endet. Alle Rechtsansprüche gemäß § 1 KitaG sind grundsätzlich wie vor dem 18. März 2020 zu erfüllen.

Seit dem 15. Juni 2020 ist eine Ausnahme vom Abstandsgebot von 1,50 Meter für die Kindertagesbetreuung, die Jugendarbeit, die Jugendsozialarbeit und die Hilfen zur Erziehung in Kraft getreten. Diese Ausnahme soll in erster Linie die Kinder und Jugendlichen sowie deren Beziehungen zu den Fachkräften betreffen. Das Abstandsgebot zwischen den Kita-Fachkräften und zu den Eltern bleibt auch weiterhin bestehen.

Wo finde ich Informationen zu den Schulschließungen? (Update 17. Juni 2020)

Informationen bietet der Internetauftritt des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport. Die Seite wird täglich aktualisiert, da sich die Lage aktuell ändern kann.

Wann kann ich eine Notbetreuung für mein Kind in Anspruch nehmen? Was bedeutet die neue Ein-Eltern-Regelung?

Eine Notfallbetreuung kann für folgende Außnahmen gewährleistet werden: 

  1. Kinder von Erziehungsberechtigten aus kritischen Infrastrukturbereichen,
  2. Kinder von Alleinerziehenden,
  3. Kinder, die aus Gründen der Wahrung des Kindeswohls zu betreuen sind.

Vor dem 27. April 2020 erteilte Ausnahmen gelten fort. Einer erneuten Antragstellung bedarf es nicht.

In strittigen Fällen obliegt die Entscheidung dem Jugendamt.

Das betrifft z. B. medizinisches Personal, Polizei, Feuerwehr und zentrale Bereiche der Verwaltung der Kommunen sowie der Versorgung der Bevölkerung (Stand 22.04.2020):

  1. im Gesundheitsbereich, in gesundheitstechnischen und pharmazeutischen Bereichen, im medizinischen und im pflegerischen Bereich, der stationären und teilstationären Erziehungshilfen, in Internaten gemäß § 45 SGB VIII, der Hilfen zur Erziehung, der Eingliederungshilfe sowie zur Versorgung psychisch Erkrankter,
  2. als Erzieherin und Erzieher oder als Lehrerin und Lehrer in der Notfallbetreuung,
  3. zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen sowie in der Bundes- Landes- und Kommunalverwaltung,
  4. bei der Polizei, im Rettungsdienst, Katastrophenschutz und bei der Feuerwehr sowie für die sonstige nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr,
  5. in der Rechtspflege,
  6. im Vollzugsbereich einschließlich des Justizvollzugs, des Maßregelvollzugs und in vergleichbaren Bereichen,
  7. in der Daseinsvorsorge für Energie, Abfall, Wasser, Öffentlicher Personennahverkehr, IT und Telekommunikation, Arbeitsverwaltung (Leistungsverwaltung),
  8. in der Landwirtschaft, der Ernährungswirtschaft, des Lebensmitteleinzelhandels und der Versorgungswirtschaft,
  9. als Lehrerin oder Lehrer für zugelassenen Unterricht, für pädagogische Angebote und Betreuungsangebote in Schulen sowie für die Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen,
  10. der Medien (incl. Infrastruktur bis hin zur Zeitungszustellung),
  11. in der Veterinärmedizin,
  12. für die Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs erforderliches Personal
  13. in Reinigungsfirmen, soweit sie in kritischen Infrastrukturen tätig sind.
  14. als Einsatzkräfte in der Freiwilligen Feuerwehr und anerkannten Hilfsorganisationen 

Wo kann ich diese Notbetreuung anmelden?

In den Kommunen des Landkreises wird eine Notbetreuung für Kinder und Schüler*innen sichergestellt.

Vergabe von Plätzen

Die Vergabe von Plätzen obliegt weiterhin den Einrichtungen bzw. den Trägern. Dieses Verfahren hat sich in den vergangen Wochen bewährt.

Eltern, die in einer Organisation oder Einrichtung der kritischen Infrastruktur* arbeiten und keine andere Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder haben, melden ihren Bedarf direkt in der Einrichtung an. In den Einrichtungen wird ein Anmeldeformular ausgelegt sein.

Der Kitaleitung bzw. dem Kitaträger obliegt grundsätzlich die Entscheidung zu Ihrem Antrag.Der Landkreis wird weiterhin nur in strittigen Einzelfällen hinzugezogen. 

Übersenden Sie hierzu das Antragsformular und eine kurze Darstellung Ihrer Situation an kindertagesbetreuung@teltow-flaeming.de.

*Definition: Kritische Infrastrukturen sind Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden.

Nutzen Sie das neue Formular auf unserer Internetseite:

Mein Kind befindet sich in einer Notbetreuung. Es hat Symptome, die ins Krankheitsbild von Covid-19 passen. Was soll ich tun?

Kinder, die krank sind (insbesondere mit Fieber), müssen einem Arzt vorgestellt werden. Dieser entscheidet dann, ob eine Krankschreibung erfolgt oder nicht. 

Wenn sich das Kind gerade in der Notbetreuung befindet, sind die Eltern unverzüglich zu informieren. 

Wie verhält es sich weiterhin mit Elternbeiträgen für Kitas und Horteinrichtungen? (Update 17. Juni 2020)

Die Richtlinie Elternbeitrag Corona, mit der das Land bisher die pandemiebedingten Beitragsausfälle der Einrichtungsträger pauschal ausgeglichen hat, wird Ende Juni 2020 aufgehoben. Ab Juli 2020 können keine Förderungen aus dieser Richtlinie mehr geltend gemacht werden, da die Kinder mangels Einschränkungen durch die SARS-CoV-2-UmgangsV nicht mehr förderfähig im Sinne dieser Richtlinie sind.

Die Kita-Träger erhalten die Pauschalen des Landes für zum Stichtag 1. Juni 2020 gemeldete förderfähige Kinderzahlen. Dabei gilt: Kinder, die in die eingeschränkte Regelbetreuung aufgenommen wurden, sowie für Kinder, die ab dem 15. Juni 2020 wieder in die Regelbetreuung gehen, erfolgt ein Ausgleich durch die Richtlinie in der Gestalt vom 30. März 2020. Das heißt, dass Eltern, deren Kinder keine Notfallbetreuung im Juni 2020 wahrgenommen haben, somit im Juni 2020 bei Inanspruchnahme der Förderung nach der Richtlinie noch beitragsfrei sind. Die gewährte Landeszuwendung muss nicht zurückgezahlt oder gekürzt werden. Für diese Eltern beginnt die Beitragspflicht ab dem 1. Juli 2020.

Gibt es einen Lohnersatz wegen der Schul- und Kitaschließungen?

Wer wegen Schul- oder Kitaschließung die eigenen Kinder betreuen muss und nicht zur Arbeit kann, soll gegen übermäßige Einkommenseinbußen abgesichert werden. Dafür wird das Infektionsschutzgesetz angepasst. Eltern erhalten demnach eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (maximal 2.016 Euro) für bis zu sechs Wochen. Die Auszahlung übernimmt der Arbeitgeber, der bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen kann.

Vorraussetzung dafür ist,

  • dass die erwerbstätigen Eltern Kinder unter 12 Jahren zu betreuen haben, weil eine Betreuung anderweitig nicht sichergestellt werden kann,
  • dass Gleitzeit- beziehungsweise Überstundenguthaben sowie Urlaub ausgeschöpft sind.

Die Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes ist Teil eines Sozialschutz-Paketes, das am 23. März vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Das Gesetzgebungsverfahren soll bis zum 29. März abgeschlossen sein.  

Gibt es im Landkreis TF eine Hotline für (Corona)-gestresste Eltern und Kinder?

Zusätzliche Telefonsprechzeiten bietet die DRK-Erziehungs- und Familienberatungsstelle Luckenwalde.

Eltern, Kinder und Jugendliche können hier direkt mit einem Berater über Fragen oder über Schwierigkeiten rund um die Erziehung, Entwicklung oder über Konflikte im familiären Zusammenleben sprechen. Im telefonischen Gespräch kann gemeinsam nach Lösungen gesucht oder weitere Gesprächstermine vereinbart werden.

Zu folgenden Zeiten ist die telefonische Beratung über folgende Telefonnummer 0173 3863822 und in direktem Kontakt mit einem Berater oder einer Beraterin möglich:

 

Dienstag, Mittwoch, Donnertag            von 10 bis 12 Uhr sowie

Dienstag und Donnertag                        von 14 bis 16 Uhr

 

Selbstverständlich ist die Erziehungs- und Familienberatungsstelle auch wie gewohnt telefonisch unter der üblichen Telefonnummer 03371 610542 oder per E-Mail unter efb.luckenwalde@drk-flaeming-spreewald.de erreichbar. Hier können auch außerhalb dieser Zeiten Anfragen oder Anmeldungen zur üblichen Beratung erfolgen. Wenn der Anrufbeantworter geschaltet ist, wird um eine Nachricht gebeten. Ein Rückrif erolgt schnellstmöglich.

Bei akuten familiären Notfällen steht Ihnen und Euch der Kinder- und Jugendnotruf unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4567809 zur Verfügung.

Wann beginnt der Hochschul- und Universitätsbetrieb?

Hochschulen bleiben weiter geschlossen. Dabei gelten folgende Lockerungen:

Hochschulbibliotheken dürfen zum Zwecke der Ausleihe und Rückgabe von Titeln und Nutzung von Computerarbeitsplätzen unter strikter Beachtung der erforderlichen Hygienestandards, der Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen ab dem 22. April wieder öffnen.

Lehrveranstaltungen an Hochschulen werden weiter überwiegend digital durchgeführt. Lehrveranstaltungen, die zwingend Präsenz erfordern (z.B. bei Laborarbeiten), können ab 20. April angeboten werden, wenn die Hygienestandards eingehalten werden.

Hochschul-Prüfungen, für die es keine rechtssicheren digitalen Varianten gibt, können ab 20. April angeboten werden, sofern die Einhaltung der Verhaltensregeln und -empfehlungen des RKI sichergestellt ist und alle Beteiligten mit der Durchführung der Präsenzprüfung einverstanden sind.

Gibt es Neuerungen zu den Themen Jugendsozialarbeit und Hilfen zur Erziehung?

Verordnung des Landes, gültig ab 9. Mai:

Hilfen zur Erziehung

Unterstützungsangebote für Kinder und Familien – wie Erziehungsberatungsstellen, Erziehungsbeistandschaft, sozialpädagogische Familienhilfe und Tagesgruppen für Kinder und Jugendliche –  können ihren Betrieb wieder aufnehmen, es sei denn, das jeweils zuständige Jugendamt widerspricht.

 

Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit: Jugendfreizeiteinrichtungen, wichtige Treffpunkte für junge Menschen, können wieder öffnen und – unter Wahrung der gebotenen Infektionsschutzmaßnahmen – sozialpädagogische Angebote für Jugendliche machen, wenn das Jugendamt keine Bedenken hat. Ebenso sind wieder alle Angebote der Jugendsozialarbeit geöffnet. Dies betrifft zum Beispiel die sieben Produktionsschulen, in denen Jugendliche mit besonderen Herausforderungen unterstützt werden.