Wann sollte ich mich testen lassen?

Das Robert Koch-Institut hat seine Kriterien zur Verdachtsabklärung am 24. März 2020 angepasst. Demnach sollten sich Betroffene mit einer Atemwegserkrankung (auch bei leichten Symptomen) ärztlichen Rat einholen und nach einem Test fragen, wenn

  • sie in den letzten zwei Wochen Kontakt hatten zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde
  • Vorerkrankungen bestehen oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
  • sie bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommen, die ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben (z. B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren (zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen - falls vorhanden - einen Mund-Nasenschutz tragen.)

Treffen die oben genannten Kriterien auf Sie zu?

Dann wenden Sie sich TELEFONISCH an Ihren Hausarzt oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Informationen zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst:

Er ist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche zu erreichen. Akut, aber nicht lebensbedrohlich erkrankte Patient*innen erreichen hier außerhalb der Praxissprechzeiten.

Wenn der eigene Hausarzt/die eigene Hausärztin nicht erreichbar ist, dann ist bei begründeten Verdachtsfällen auf eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus die 116 117 auch die richtige Nummer für eine persönliche medizinische Beratung.

Ein Online-Fragebogen der Charité soll helfen, sich für oder gegen einen Arztbesuch oder einen COVID-19-Test zu entscheiden. Nach der Beantwortung gibt das Programm individuelle Handlungsempfehlungen. So sollen Patientenströme besser gesteuert werden.

Wo kann ich mich testen lassen?

Die nachfolgend genannten Einrichtungen können zwar ohne Überweisungsschein aufgesucht werden, aber:

Bitte überlasten Sie die Kapazität nicht unnötig. Lassen Sie sich nur dann testen, wenn Ihr Arzt/Ihre Ärztin oder das Gesundheitsamt einen Rachenabstrich empfiehlt bzw. anordnet. 

Kontaktieren Sie vorab telefonisch Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin oder nutzen Sie alternativ die Terminkoordinierung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes: 116 117

Kontaktdaten für Anlaufstellen zur Abstrich-Entnahme SARS-CoV-2

Anlaufstelle

Adresse

Telefonnummern

ev. Krankenhaus Luckenwalde

geschlossen seit 30.06.2020

Hausarztpraxis Dr. Weber

Achtung: Urlaub vom 17. Juli bis 9. August 2020.

Arztpraxis Weber

Schützenstraße 58 A

14943 Luckenwalde

Tel.: 03371 620240

Rachenabstriche werden in begründeten Verdachtsfällen 

Mo   12 bis 13 Uhr

Di     12 bis 13 Uhr

Do    12 bis 13 Uhr

durchgeführt. 

Die Corona-Diagnostik wird jetzt in der Hausarztpraxis Weber angeboten, auch mit Überweisung eines anderen Kollegen.

Stand: 7. Juli 2020

Wann und von wem bekomme ich meine Testergebnisse?

Ihre Testergebnisse erhalten Sie direkt bei der Anlaufstelle, die auch den Test durchgeführt hat. Der untersuchende Arzt oder das Diagnostikzentrum teilt Ihnen das Testergebnis telefonisch mit. Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der momentanen Situation hierbei zu Verzögerungen kommen kann.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Coronaviren werden in der Regel über Tröpfchen aus den Atemwegen übertragen. Gelangen diese an die Hände, kann auch eine Übertragung erfolgen, wenn Sie beispielsweise Ihr Gesicht berühren. Deshalb ist eine gute Händehygiene ein wichtiger Teil der Vorbeugung.

  • Waschen Sie also Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife (20 Sekunden).
  • Vermeiden Sie es, sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen.
  • Verzichten Sie auf Händeschütteln oder Umarmungen.
  • Husten oder niesen Sie in ein Papiertaschentuch und werfen Sie es danach in einen Abfalleimer mit Deckel. Oder niesen und husten Sie in die Armbeuge.
  • Halten Sie Abstand zu kranken Personen oder meiden Sie den Kontakt nach Möglichkeit ganz. 
  • Keine Reisen in vom Robert Koch-Institut bezeichnete Risikogebiete!

Wann bekomme ich eine Quarantäne-Bescheinigung vom Gesundheitsamt?

Es gibt zwei Fälle, in denen eine Quarantäne-Bescheinigung vom Gesundheitsamt ausgestellt wird:

  1. bei bestätigter Covid-19-Infektion
  2. bei direktem, wissentlichem Kontakt mit einer Person, bei der Covid-19 diagnostiziert wurde

Die Bescheinigung wird zunächst mündlich erteilt und danach auf dem Postweg vom Gesundheitsamt übermittelt.

Ich wurde häuslich isoliert. Was muss ich in Quarantäne beachten?

Dazu hat das Robert Koch-Institut einen Info-Flyer veröffentlicht, der unter dem angefügten Link zu erreichen ist:

Wie lässt sich häusliche Isolation besser verkraften?

Dazu empfielt der Sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises Teltow-Fläming ein Info-Material, zu erreichen über den folgenden Link:

Welche Personengruppen haben nach bisherigen Erkenntnissen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf?

  • Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können, bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem, nach einer Infektion schwerer erkranken (Immunseneszenz). Da unspezifische Krankheitssymptome wie Fieber die Antwort des Immunsystems auf eine Infektion sind, können diese im Alter schwächer ausfallen oder fehlen, wodurch Erkrankte dann auch erst später zum Arzt gehen. 
  • Auch verschiedene Grunderkrankungen wie z. B. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen scheinen unabhängig vom Alter das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen. 
  • Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher als wenn nur ein Faktor (Alter oder Grunderkrankung) vorliegt; wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen (Multimorbidität) dürfte das Risiko höher sein als bei nur einer Grunderkrankung.
  • Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z. B. Cortison) besteht ein höheres Risiko.

Darf ich Patient*innen/Angehörige in Krankenhäusern, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen besuchen? (Update . Juni 2020)

Verordnung über den Umgang mit dem SARS-CoV-2-Virus und COVID-19 in Brandenburg gültig ab 15. Juni 2020

Die Auflagen für Besuche in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Pflegeheimen und besonderen Wohnformen werden schrittweise gelockert. Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohner in solchen Einrichtungen können nun täglich durch bis zu zwei Personen besucht werden (bislang war das nur bis zu einer Person möglich). Diese Beschränkung der Personenzahl entfällt nach dem 15. Juli 2020. 

Es muss sichergestellt werden, dass: 

  • die Einhaltung des allgemeinen Abstandsgebots von 1,5 Meter  gewährleistet ist.
  • eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird.
  • der Zutritt gesteuert wird und unnötige physische Kontakte zu Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohnern, zum Personal sowie unter den Besuchenden vermieden werden und soweit möglich, durch bauliche oder andere geeignete Maßnahmen ein wirksamer Schutz der Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohner und des Personals vor Infektionen gewährleistet wird.
  • eine Erfassung von Personendaten in einer Anwesenheitsliste zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung geführt wird. 


Diese Beschränkungen gelten nicht für

  • den Besuch von Schwerstkranken, insbesondere zur Sterbebegleitung, durch ihnen nahestehende Personen und Urkundspersonen.
  • Besuche zur Durchführung ärztlich verordneter oder sonstiger erforderlicher therapeutischer Versorgungen sowie zur Seelsorge.

Wichtig: Zum Schutz von Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohnern sind Personen mit Atemwegsinfektionen vom Besuchsrecht ausgeschlossen. Ein Besuchsrecht besteht auch dann nicht, wenn in der jeweiligen Einrichtung aktuell ein aktives SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen vorliegt. Und alle Personen haben die Anweisungen der Leitung des Krankenhauses oder der Einrichtung und die Vorgaben bestehender Hygienepläne einzuhalten.

Infektions-Obergrenze: Bund und Länder haben in der Telefonschaltkonferenz am 6. Mai beschlossen, eine Infektions-Obergrenze einzuführen. Diese ist in der neuen Eindämmungsverordnung für Brandenburg aufgenommen. Damit wird sichergestellt, dass in Landkreisen und kreisfreien Städten mit kumulativ mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten 7 Tage sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept vor Ort umgesetzt wird. Dabei entscheiden die Landkreise und kreisfreien Städte im Benehmen mit dem Gesundheitsministerium im Einzelfall über notwendige Schutzmaßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz, wenn und soweit dies wegen örtlicher Besonderheiten oder aufgrund eines regionalen oder lokalen Infektionsgeschehens notwendig ist. Das kann bei einem klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, zum Beispiel in einer Gemeinschaftseinrichtung, dort auf ein Beschränkungskonzept begrenzt werden.

Diese Maßnahmen müssten aufrechterhalten werden, bis der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner für mindestens 7 Tage unterschritten wird. Diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz ist in Brandenburg regional unterschiedlich und liegt am heutigen 8. Mai 2020 zwischen 0 in Cottbus und Uckermark sowie 19,6 im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Im Landesschnitt sind es 7,4.

Wie verhalte ich mich als Arzt oder Ärztin?

Wichtiger Hinweis: Melden Sie die Erkrankung oder den Verdacht an das Gesundheitsamt gemäß §§ 6, 8, 9 Infektionsschutzgesetz!

Wo erhalte ich Hilfe für Demenzerkrankte?

Das Netzwerk Demenz TF vermittelt telefonische Ansprechpartner
 
Gerade in diesen Zeiten der Pandemie sind pflegende Angehörige höheren Mehrfachbelastungen ausgesetzt. Da kann ein Gespräch mit jemandem gut tun, der nicht aus dem eigenen Haushalt bzw. dem des zu pflegenden Menschen stammt.

Das Netzwerk Demenz Teltow-Fläming möchte diesem Redebedarf Rechnung tragen und bietet telefonische Beratung an. Auf der Homepage www.netzwerkdemenz-tf.de finden Sie alle Kontaktpartner*innen in den teilnehmenden Einrichtungen in Ihrer Nähe. Gern vermittelt Ihnen das Netzwerk Demenz zu den üblichen Öffnungszeiten von 9 -15 Uhr auch eine(n) Ansprechpartner*in unter der Telefonnummer 03371  670 104.

Das Netzwerk Demenz Teltow-Fläming ist ein Zusammenschluss von ambulanten und (teil-)stationären Pflegeanbietern im Landkreis. Es leistet kontinuierliche Netzwerkarbeit, um die Beratung und Betreuung für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zu gewährleisten.
Die Netzwerkmitglieder verfolgen trägerübergreifend die Hauptziele, dass Betroffene stationäre Leistungen erst zu einem späteren Zeitpunkt bzw. gar nicht in Anspruch nehmen müssen und dass aus dem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis stammende Pflegepersonen entlastet werden.
Dabei geht es um Informations- und Austauschmöglichkeiten zu Gunsten der ambulanten und teilstationären Betreuung, zur Inanspruchnahme von Kurzzeit- und Verhinderungspflege, zu Diagnosen und regionalen Hilfsangeboten.

Wo gibt es Informationen in leichter Sprache und Gebärdensprache?

 

Informationen in leichter Sprache und Gebärdensprache:

 

Art der Auskunft

Institution

Links/Kontaktdaten

Allgemeine Informationen zum Corona Virus und ein kurzes Gebärdensprachenvideo

Landkreis Teltow-Fläming

http://www.teltow-flaeming.de/redaktion/2020/03/corona-virus-leichte-sprache.php

Ausführliches Gebärdensprachvideo

NDR

https://www.ndr.de/fernsehen/Coronavirus-Was-Sie-wissen-muessen,corona426.html

Einschränkungen im täglichen Leben

Lebenshilfe

https://www.lebenshilfe.de/informieren/familie/empfehlungen-zu-covid-19-corona-virus/

 

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte

Bundesgesundheitsministerium

Fax: 030 340 60 66-07

E-Mail: info.gehoerlos@bmg.bund.de

Videotelefondienst

Gebärdentelefon

https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/