Aktuelle Lage 29. März 2020

Themen: Einschätzung der Lage, Infektionsgeschehen im Kreis Wittenberg, Notbetreuung für Kinder
Datum: 29.03.2020
Die interaktive Karte informiert über das Infektionsgeschehen im Landkreis Teltow-Fläming. | Foto: Landkreis TF

Stand vom 29. März 2020

Das aktuelle Infektionsgeschehen wird im Internetauftritt des Landkreises tagesaktuell widergespiegelt:

Noch zu früh für eine Wertung

Zu den aktuellen Zahlen äußert sich Dr. Silke Neuling, Leiterin des Krisenstabs Teltow-Fläming, wie folgt:

"Es ist sicher noch zu früh, die Wirksamkeit der Maßnahmen – also Einschränkung der Kontakte, Absagen von Veranstaltungen, Schließung von Schulen, Kitas, Gaststätten, Einrichtungen des Einzelhandels und Kulturstätten – zu bewerten. Hoffnung macht jedoch die Zahl derjenigen Infizierten, die nun wieder als gesund gelten. Wenn es uns gelingt, dass die Zahl der Genesenden die Zahl der Neuinfizierten übersteigt – und das dauerhaft - sind wir auf einem guten Weg.

Ich appelliere noch einmal an die Bevölkerung: Nehmen Sie die Gefahr ernst! Halten Sie sich an die Einschränkungen! Das ist bei sonnigem Frühlingswetter sicher nicht immer einfach. Sie schützen jedoch nicht nur sich, sondern alle, darunter viele Schwächere, für die eine Infektion mit Covid-19 lebensgefährlich wäre."

Infektionen im Landkreis Wittenberg

Der Krisenstab des Landkreises Teltow-Fläming verfolgt das Geschehen im Landkreis Wittenberg mit großer Aufmerksamkeit. Er steht mit dem Krisenstab des Landkreises Wittenberg im ständigen Kontakt. Die Zahl der dort positiv getesteten Personen ist auf 80 (+14 zum Vortag) angestiegen (Stand 29. März 2020, 16.30 Uhr). Sechs sind inzwischen genesen. Bereits gestern ist ein Patient mit multiplen Vorerkrankungen im Evangelischen Krankenhaus Paul-Gerhardt-Stift verstorben. Die Quarantäne für die Orte Jessen und Schweinitz bleibt weiter bestehen.

Für Arbeitnehmer klappt der Zutritt in die Ortschaften mittels "Passierschein" sehr gut. Ob es Kontakte infizierter Personen in den Landkreis Teltow-Fläming gegeben hat, ist nach wie vor unbekannt. Bisher sind noch nicht alle Tests im Labor ausgewertet, aber es wird mit Hochdruck daran gearbeitet.

Kindernotbetreuung

Brandenburgs Gesundheitsministerin Nonnemacher hat bereits gestern verkündet, dass es Änderungen bei der Kindernotbetreuung geben werde. So soll es für ausgewählte Berufsgruppen ausreichend sein, wenn ein Elternteil in der kritischen Infrastruktur tätig ist. Hier denkt man besonders an Beschäftigte in medizinischen und pflegenden Berufen. Die Einzelheiten dazu werden kurzfristig u. a. im Internetauftritt des Landkreises Teltow-Fläming veröffentlicht.

Eltern, für die diese neuen Regelungen in Kraft treten, wenden sich am Montag bitte an die Kita oder Schule und stellen dort einen Antrag.

Sozialdezernentin Kirsten Gurske: "Die Anträge werden genauso schnell und unbürokratisch bearbeitet wie bei der ersten Regelung zur Kindernotfallbetreuung. Sollte es dennoch strittige Meinungen im Einzelfall geben, steht das Jugendamt wie zuvor Eltern und Trägern der Einrichtungen zur Klärung zur Verfügung."

Kontakt

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Telefon
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