Ausstellung Swen Bernitz: Bauhaus modern

Repräsentative Sammlung künstlerischer Fotografien von Bauhausgebäuden

Meisterhaus Walter Gropius in Dessau aus der Serie „Meinen Kubismus nenne ich lieber Prisma-ismus“ (Abb. Swen Bernitz)

8. Juli bis 8. September 2024  
Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und nach Absprache  

Die Ausstellung „Bauhaus modern“ stellt eine vom renommierten Fotografen Swen Bernitz aufgenommene repräsentative Sammlung künstlerischer Fotografien von Bauhausgebäuden vor.  

Sie sind eingeladen, die einzigartige Schönheit und zeitlose Eleganz dieser architektonischen Meisterwerke aus einer neuen Perspektive zu betrachten.  

Das konzeptionelle Fotoprojekt „Bauhaus modern“ ist eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit der Architektur des Bauhauses und zeigt in 5 Teilserien originale Bauhausbauten in Bernau und Dessau im künstlerischen Stil verschiedener Bauhäusler: Marianne Brandt, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, László Moholy-Nagy, Hannes Meyer und Hans Wittwer.  

In den Fotografien werden die Kunstkonzepte und Arbeitsweisen der Protagonisten sowie die wegweisende Architektur des Bauhauses zu einer neuen und kreativen Sichtweise auf das Bauhaus vereint.  

Das Fotografenhaus

Der Bauhausmeister László Moholy-Nagy experimentierte umfangreich mit dem Medium Fotografie und gilt als einer der wichtigsten Theoretiker des Neuen Sehens. Mit dem Umzug des Bauhauses  von Weimar nach Dessau im Jahr 1926 bezog er mit seiner Frau Lucia Moholy eines der neuen Meisterhäuser. In den letzten Kriegstagen im März 1945 wurde das Haus vollständig zerstört und die Kubatur von 2011 bis 2014 neu errichtet. Die Serie zeigt das neue Meisterhaus im experimentellen Bildstil des Neuen Sehens, der Bildästhetik von László Moholy-Nagy.  Serie mit 15 Fotografien, Archival Pigement Prints, gerahmt mit Passepartout  

Meisterhaus László Moholy-Nagy in Dessau aus der Serie „Das Fotografenhaus“ (Abb. Swen Bernitz)

Meinen Kubismus nenne ich lieber Prisma-ismus

Lyonel Feininger war einer der ersten Meister am Bauhaus und als bereits bekannter Künstler ein wichtiger Vertreter der Klassischen Moderne im Bereich Grafik und Malerei. Feiningers individueller und charakteristischer Malstil ist eine Weiterentwicklung aus dem Kubismus. Die Serie zeigt die Bauhausbauten in Dessau in prismatischen Kompositionen als Hommage à Lyonel Feininger. Serie mit 8 Fotografien, Archival Pigment Prints auf Künstlerpapier, gerahmt mit Schattenfuge ohne Glas  

Poesie des Funktionalen

Die Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt hat sich besonders als Designerin hervorgetan.  Als Fotografin experimentierte sie ab 1925 mit Doppelbelichtungen und Spiegelungen.  
Die Serie zeigt als Hommage à Marianne Brandt Doppelbelichtungen des Hauptgebäudes in Dessau. Die Doppelbelichtungen von funktionalen Verkehrszonen (Eingänge, Treppen, Flure) des von Walter Gropius entworfenen Gebäudes wurden auf Basis des gleichen Negativs erstellt, wodurch sich das
Motiv in sich selbst spiegelt. Serie mit 10 Fotografien, Direktdruck auf gebürstetem Aluminium, mit Metall gerahmt  

Punkt und Linie zu Fläche

1926 veröffentlichte Wassily Kandinsky seine theoretischen Gedanken zur Malerei in dem Buch  „Punkt und Linie zu Fläche“, einem Schlüsseltext für das Verständnis der Abstraktion. Die Serie  zeigt die Architektur der Bauhausbauten in Dessau im abstrakten, geometrischen Kunststil von Kandinsky und nimmt dabei direkt Bezug auf die Abbildungsbeispiele in seinem Bauhaus-Buch. Serie mit 7 Fotografien, Archival Pigment Prints, kaschiert hinter Acrylglas  

Prellerhaus in Dessau aus der Serie „Punkt und Linie zu Fläche“ (Abb. Swen Bernitz)

Bauen ist ein technischer, kein ästhetischer Prozess

Die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB), heute UNESCO-Welterbe, wurde nach einem Entwurf von Hannes Meyer und Hans Wittwer von 1928 bis 1930 in Bernau errichtet. Der Gebäudekomplex gilt als Höhepunkt des funktionalistischen Bauens und als eines der weltweit größten Bauhaus-Ensembles. Bezugnehmend auf das Arbeitsverständnis der Architekten und ihrer Lehrtätigkeit am Bauhaus dokumentiert die Serie die Verwendung der Baustoffe Glas, Klinker und Metall und betont die Verbindung von Form und Funktion der baulichen Anlage. Serie mit 12 Fotografien, Pigment Prints auf Transparentpapier  

Bundesschule des ADGB in Bernau (Abb. Swen Bernitz)

Swen Bernitz

Swen Bernitz, geboren 1970 in Berlin, lebt und arbeitet seit 2015 in Wünsdorf.  Er ist im Vorstand vom Brandenburgischen Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler.  Seit 2008 widmet er sich in konzeptionellen Langzeitprojekten und Serien im dokumentarischen Stil  den Themen gebaute Umwelt und urbane Landschaften. Seine Werke zeichnen sich durch eine außergewöhnliche künstlerische Sensibilität und Präzision aus und wurden bereits in namhaften Institutionen weltweit ausgestellt.  

Die Teilserien des Bauhaus-Projekts haben bei über 25 Wettbewerben Anerkennungen bekommen,  u. a. den Kunstpreis 2022 des Kunstvereins Bayreuth und waren für den Kahnweiler-Preis 2022, den Vonovia Award 2022 und den Hariban Award 2023 nominiert.

Herr T. Haetge
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