Historischer Grenzhügel

Markierung bei Gottow wiederhergestellt - öffentliche Besichtigung am 3. August 2013
Datum: 30.07.2013

Mitarbeitern der Kreisverwaltung Teltow-Fläming und Mitgliedern des Jüterboger Heimatvereins ist es gelungen, eine historische Grenzmarkierung im so genannten „Dreiländereck“ bei Gottow wieder erkennbar zu machen. Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen, am 3. August, 11 Uhr bei der Begutachtung der Grenze dabei zu sein. Treffpunkt ist der Ortsausgang von Gottow in Richtung Schönefeld.

Jahrhundertealte Grenze

Gottower See | Foto: Landkreis TF

Am Gottower See trafen einst die Brandenburger Gemarkung Gottow, die sächsische Gemarkung Schönefeld und die Magdeburger Gemarkung Dümde aufeinander. Die dort heute noch stehenden mächtigen Eichen blieben bei der Neuanlage des Gottower Sees erhalten, die Grenzmarkierungen wurden jedoch unsichtbar.

Als Teil der „Kursächsischen Landesaufnahme“ aus der Zeit um 1600 wurden 1594 und 1595 die Grenzen der sächsischen Herrschaft Baruth durch Matthias Öder vermessen und abgemarkt. Die Aufnahme der Herrschaft Baruth wird durch erhalten gebliebene Unkostenbelege Öders zeitlich genau bestimmt. Die Grenzpunkte wurden dabei im Raum Gottow–Schönefeld durch Grenzhügel, die als „Malhaufen“ bezeichnet wurden, gekennzeichnet. Obenauf wurden sie mit Basaltsäulen von bis zu 1,20 m Länge markiert. Diese Grenze blieb bis zum heutigen Tag, wenn auch mit geringerer Bedeutung, erhalten. Bis 1815 verlief hier eine Staatsgrenze, später eine Kreisgrenze, heute ist es eine Flur- und Gemarkungsgrenze zwischen Gottow und Schönefeld.

Im Zuge der Errichtung einer oberirdischen Telefonleitung und des späteren Verlegens eines Nachrichtenkabels wurden die Basaltsäulen gezogen und lagen seit her achtlos im Wald. Werner Nietschmann aus Kummersdorf-Gut ist es zu verdanken, dass man wieder auf diese Steine aufmerksam wurde.

Historische Persönlichkeiten vor Ort

Zum diesjährigen Jüterboger Fürstentag am 13. September werden unter anderem die früheren Grenzstreitigkeiten im Raum Merzdorf, Petkus, Stülpe, Dümde, Schönefeld und Gottow eine Rolle spielen. Um sich für die Verhandlungen im Jüterboger Rathaus zu rüsten, werden sich am 3. August auch die Kurfürsten von Brandenburg und Sachsen, der Erzbischof zu Magdeburg, Ritter Hacke zu Stülpe und der Abt des Klosters Zinna vor Ort einfinden, um die Wiederherstellung eines historischen Grenzpunktes zu begutachten.

Kontakt

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