Käthe Kollwitz im Dialog

Sonderausstellung im Museum des Teltow ab 16. November 2013 - interdisziplinäres Projekt von Jugendlichen der Region
Datum: 05.11.2013
Museum des Teltow | Foto: Silvio Fischer

Am 16. November, 15 Uhr lädt die Vereinigung für genreverbindende Kunstprojekte e. V. in Partnerschaft mit dem Museum des Teltow zur Ausstellungseröffnung in das Museum des Teltow nach Wünsdorf ein.

DER BLOCK

Schülerinnen und Schüler des Theodor-Fontane-Gymnasiums Rangsdorf und der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Dabendorf setzten sich mit künstlerischen Mitteln mit dem Leben von Käthe Kollwitz zu Beginn des Ersten Weltkriegs auseinander.

Die Ausstellung präsentiert die Arbeitsschritte der Schüler und ist Teil eines multimedialen Bühnenwerks mit dem Arbeitstitel DER BLOCK. Sein Thema sind die Erfahrungen der Künstlerin Käthe Kollwitz mit der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Es steht unter Leitung der Berliner Autorin und Regisseurin Andrea Conrad. Die Uraufführung von DER BLOCK ist am 70. Todestag von Käthe Kollwitz geplant.

Frau, Mutter und Künstlerin

Die Ausstellung bezieht sich auf das Leben und Wirken der Familie Kollwitz und der Frau, Mutter und Künstlerin Käthe Kollwitz. Sie verabschiedete zu Beginn des Ersten Weltkrieges im Herbst 1914 ihren jüngsten Sohn Peter Kollwitz in Wünsdorf an die belgische Kriegsfront. Wie viele seiner  Generation gehörte er bereits wenige Tage nach Kriegsausbruch zu den ersten Opfern und starb im jungen Alter von 18 Jahren in Flandern.

Wertvolle Tagebuchaufzeichnungen

Das Projekt basiert auf den Tagebuchaufzeichnungen der Käthe Kollwitz. In ihren Tagebüchern vergegenwärtigt sie sich ihrer dramatischen Situation als Mutter, ihrer Impressionen der unzähligen Fahrten von Berlin zum Kasernenstandort Wünsdorf, in dem ihr Sohn Peter als Freiwilliger stationiert war.

Die Tagebuchaufzeichnungen sind in diesem Sinn ein bedeutendes Zeitdokument und vermitteln einen tiefen Einblick in das innerste Wesen der Künstlerin auf  dem Weg ihres Schaffens einer meisterlichen Großplastik.

Das Denkmal „trauerndes Elternpaar“ in Vladslo (Belgien) ist ihrem Sohn Peter und den vielen jungen Opfern des Ersten Weltkrieges gewidmet.

Kunst und Kommunikation

Das Ziel der dreijährigen Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler besteht darin, die Geschichte der Kunst als einen aktuellen Prozess ästhetischer Kommunikation zu begreifen. Sie wird vom Ministerium für Jugend, Bildung und Sport des Landes Brandenburg gefördert und steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin Dr. Martina Münch.

Unterstützt wird das Projekt vom Käthe-Kollwitz-Museum Berlin, Käthe-Kollwitz-Museum Köln sowie dem Archiv der Akademie der Künste Berlin.

Die Ausstellung

Die Ausstellung wird bis zum 4. Mai 2014 im Museum des Teltow in der Wünsdorfer Schulstraße 15 zu sehen sein. Das Haus hat jeweils samstags und sonntags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Nach telefonischer Anmeldung unter (033702) 66900 können gern auch andere Zeiten an anderen Wochentagen vereinbart werden.

Eine weitere Ausstellung im Rahmen des Projekts wird am 18. Januar 2014 in der Neuen Galerie in Waldstadt eröffnet.

Kontakt

Museum des Teltow

Name
Herr Silvio Fischer
Position
Leiter
Anschrift
Wünsdorf
Schulstraße 15
15806 Zossen
Telefon
(033702) 66900
Telefax
(033702) 66902
Website
museum.teltow-flaeming.de

Sprechzeiten

Sprechzeiten
Sa, So 13 bis 16 Uhr
Nach terminlicher Vereinbarung sind Führungen möglich und Besucher auch außerhalb der Öffnungszeiten willkommen!