Tierseuchenübung

Landkreis probt den Ernstfall - Simulation ohne Beeinträchtigung der Bevölkerung
Datum: 17.09.2015

Luckenwalde – Eine so genannte Tierseuchenübung findet  am 17. und 18. September 2015 im Landkreis Teltow-Fläming statt. 

Für die Übung wird angenommen, dass im Landkreis Teltow-Fläming die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist. Dabei handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung, von der vor allem Rinder, Schweine und andere Paarhufer betroffen sein können. Im Ernstfall kann eine solche Seuche erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf Deutschland oder den Raum der Europäischen Union haben. 

Im Zuge der Übung wird der Katastrophenschutzstab des Landkreises einberufen. Mitarbeiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes Teltow-Fläming und weiterer Behörden, darunter Einsatzkräfte der betroffenen Kommunen, werden den Ernstfall proben. Da alle Mitarbeiter des Veterinäramtes seuchenhygienischen Bestimmungen unterliegen, werden sie vor Ort in Schutzkleidung unterwegs sein. Die Betriebe, in denen die Übung stattfindet, werden gesperrt und entsprechend gekennzeichnet, wie es auch im Ernstfall erforderlich wäre.

Zudem wird die Einrichtung eines Sperrgebiets geübt. Im Ernstfall sind in diesen Sperrgebieten u. a. der Transport von und der Handel mit Tieren verboten. Die Einrichtung des Sperrbezirks wird nur simuliert. Daher werden Verkehrsteilnehmer und Bevölkerung von der Übung nicht beeinträchtigt.

Die Tierseuchenübung wird geleitet von Amtstierärztin Dr. Silke Neuling. Den Katastrophenschutz-Stab des Landkreises führt dabei der Dezernent und Beigeordnete Holger Lademann.

Krankheiten wie die Maul- und Klauenseuche können erhebliche Verluste in der Landwirtschaft verursachen und das öffentliche Leben in der Region beinträchtigen. Daher werden im Landkreis Teltow-Fläming entsprechende Übungen mindestens einmal  im Jahr durchgeführt. Sie sollen gewährleisten, dass im Falle eines realen Ausbruchs alle Beteiligten schnell und kompetent handeln, eine Ausbreitung der Seuche verhindert und die Bevölkerung durch die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung so wenig wie möglich in Mitleidenschaft gezogen wird.