Notfallseelsorge

Krisenintervention im Landkreis Teltow-Fläming - erfahrenes Team sucht engagierte Mitstreiter
Datum: 11.03.2019

Sind Sie auch schon einmal plötzlich aus der Bahn geworfen worden? Haben Sie vielleicht einen nahestehenden Menschen verloren oder wurden Zeuge eines schrecklichen Verkehrsunfalls? Hat ein Hochwasser Ihr Haus zerstört, erlebten Sie die bedrohliche Wucht eines Waldbrandes? Erinnern Sie sich an die Gefühle in diesen Ausnahmesituationen?

Ohnmacht, Hilflosigkeit, Angst, Trauer ... damit muss jeder umgehen. Wie gut ist es, wenn man in solchen Augenblicken einen Menschen an seiner Seite hat, mit dem man reden, beten oder einfach auch gemeinsam schweigen kann - einen Menschen, der einen Teil der Last von der Seele nehmen und mögliche Wege aus dem Dunkel aufzeigen kann.

Rund um die Uhr für andere da - ehrenamtlich!

Mitglieder der Regieenheit „Notfallseelsorge und Krisenintervention“ | Foto: Landkreis Teltow-Fläming

Seit September 2001 gibt es auch im Landkreis Teltow-Fläming eine Regieeinheit „Notfallseelsorge und Krisenintervention“ des Katastrophenschutzes. Sie besteht aus Menschen, die ehrenamtlich  365 Tage im Jahr rund um die Uhr abrufbereit sind, um anderen zur Seite zu stehen.

Dies ist nicht immer einfach. Daher unterstützen sich die Teams, die es im gesamten Land Brandenburg gibt, untereinander. Bestes Beispiel dafür war der große Waldbrand bei Treuenbrietzen im August 2018. Damals mussten mehrere Dörfer für einige Tage evakuiert werden. Den Einwohnern stand die Frage im Gesicht: Sehen wir unser Zuhause wieder – schaffen die Frauen und Männer der Feuerwehren das?

Einsätze, Ausbildung, Supervision

Pfarrer Carsten Rostalsky, Leiter des Kriseninterventionsteams, beschreibt die Tätigkeit der ehrenamtlichen Notfallseelsorger: 

"Wir werden im Durchschnitt zu mehr als 52 Einsätzen im Jahr gerufen. Statistisch gesehen ist das ein Einsatz pro Woche mit einer durchschnittlichen Einsatzzeit von vier Stunden. Zeit, die wir uns nehmen, um für andere Menschen da zu sein und sie in der ersten Phase ihrer psychischen Belastung zu begleiten, ihnen zu helfen.

Zur Ausbildung zum Notfallseelsorger, die jeder von uns absolviert hat, kommen die regelmäßigen Teamsitzungen, bei denen wir auch in entsprechenden Abständen eine Supervision durchlaufen. Außerdem bilden wir uns im Team regelmäßig weiter. So beschäftigen wir uns zum Beispiel mit Problemen, wie sie bei Großschadenslagen oder Katastrophen auftreten, und bereiten uns auf solche möglichen Einsätze vor."

Der Bereitschaftsdienst muss rund um die Uhr für den gesamten Landkreis - also von Dahme/Mark im Süden bis an die Stadtgrenze von Berlin bei Blankenfelde-Mahlow  im Norden – abgesichert werden.

Dafür sucht das Kriseninterventionsteam immer wieder geeignete Menschen, die sich für diesen besonderen Dienst interessieren und ausbilden lassen. Das Mindestalter für die Mitwirkung in dieser speziellen Einheit des Katastrophenschutzes des Landkreises liegt bei 30 Jahren.

Wenn Sie also in der Notfallseelsorge und Krisenintervention mitarbeiten möchten, wenden Sie sich bitte an den Leiter der Regieeinheit „Notfallseelsorge und Krisenintervention Teltow-Fläming“  Pfarrer Carsten Rostalsky  (Telefon 035451 476, E-Mail c.rostalsky@web.de) oder an das Sachgebiet Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Teltow-Fläming (Telefon 03371 608 2151 oder E-Mail zbks@teltow-flaeming.de).

Kontakt

Landkreis Teltow-Fläming

Structure
Brand- und Katstrophenschutz
Anschrift
Am Nuthefließ 2
14943 Luckenwalde
Telefon
(03371) 608-2170
Telefax
(03371) 608-9020
Website
www.teltow-flaeming.de

Sprechzeiten

Sprechzeiten
Mo. 9 bis 12 und
13 bis 15 Uhr
Di. 9 bis 12 und
13 bis 15 Uhr
Do. 9 bis 12 und
13 bis 17.30 Uhr
Fr. 9 bis 12 Uhr
und nach Vereinbarung

Am 31. Mai, 4. Oktober und 23. Dezember 2019 ist die Kreisverwaltung für Publikumsverkehr geschlossen (Brückentage).