Urlaub im Risikogebiet - und dann?

Das Gesundheitsamt informiert
Datum: 08.07.2020
Einige Urlauber*innen zieht es derzeit nach Schweden. Das gilt aber als Risikogebiet. Mit Quarantäne muss nach der Rückkehr gerechnet werden. | Foto: CC0/pixabay

Reisende aus Risikogebieten (z. B. Schweden) müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Dies gilt so lange, wie die Gebiete auf der Liste des Robert-Koch-Instituts für Risikogebiete stehen.

Sie sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise beim zuständigen Gesundheitsamt (Wohnortprinzip) zu melden und einen Nachweis für die Einreise aus dem entsprechenden Land (z. B. Flugticket, Bordkarte oder Tankquittung) vorzulegen.

Ausnahmen

Reisende, die ein ärztliches Zeugnis (mit einem negativen PCR-Test) in deutscher oder englischer Sprache vorlegen, können von der Quarantänepflicht unter folgenden Bedingungen ausgenommen werden:

1. Test vor Einreise nach Deutschland

Der Test wurde maximal 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland durchgeführt. Es werden alle PCR-Tests akzeptiert, die auch in einem EU-Land durchgeführt wurden.
Die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten führt z. B. auf ihrer Homepage eine Liste über Gesundheitsdienstleister, die Tests für Reisende durchführen. Das Testergebnis ist dem Gesundheitsamt zu übermitteln.

Liste der schwedischen Gesundheitsbehörde

oder

2. Test nach Einreise nach Deutschland

Die Reisenden haben sich unverzüglich nach der Einreise bei ihrem Hausarzt/ihrer Hausärztin testen lassen. Bis zur Vorlage des Testergebnisses (in der Regel ein bis zwei Werktage)  werden sie durch das Gesundheitsamt in „häuslicher Quarantäne“ gesetzt.
Ist das Testergebnis negativ und bescheinigt der Arzt/die Ärztin, dass keine erkältungsähnlichen Symptome vorleigen, erteilt das Gesundheitsamt eine Aufhebung/Ausnahmegenehmigung der Quarantäne.

3. Befreiung von der Quarantänepflicht nach § 2 Abs. 3 SARS-CoV-2-QuarV

Eine Befreiung von der Quarantänepflicht nach § 2 Abs. 3 SARS-CoV-2-QuarV  trifft für „Normalreisende“ in der Regel nicht zu. 

Ausnahmen sind hier insbesondere dann zugelassen, wenn ein zwingender beruflicher Grund vorliegt und glaubhaft Schutzmaßnahmen ergriffen werden, die einem Schutz durch Absonderung nahezu gleichkommen.

Das betrifft etwa hochrangige Mitglieder diplomatischer Missionen, die für eine kurze Zeit in die Bundesrepublik Deutschland einreisen. Bei diesen ist davon auszugehen, dass sie ohnehin  regelmäßig ärztlich untersucht werden und während ihres Aufenthaltes nur zu einem eng begrenzten Personenkreis Kontakt haben sowie gleichzeitig ein hoher Schutzstandard eingehalten wird.

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