Inklusionssport stärken

Landkreis fördert Ausstattung mit Sporthilfsmitteln

Menschen mit Behinderung sollen für den Vereinssport begeistert werden. Das ist das aktuelle Ziel von Landkreis, Kreissportbund und Behinderten- und Seniorenbeauftragten. Gemeinsam mit anderen Sporttreibenden sollen Menschen mit Behinderung trainieren, sich bewegen und sich körperlich ausprobieren können.

Oft benötigen sie dafür Hilfsmittel wie Sportprothesen oder Sportrollstühle, deren Kosten in den seltensten Fällen von den Krankenkassen getragen werden. Der Landkreis unterstützt ab 1. Januar 2023 die Sportler*innen bei der Anschaffung dieser persönlichen Ausstattung.

Bundesteilhabegesetz und Hilfsmittelverordnung der Krankenkassen – ein Widerspruch?

„Das Bundesteilhabegesetz steht für mehr Teilhabe und Selbstbestimmung und verweist dabei auf individuelle Bedarfe, auch im Sportbereich. Sport und Bewegung zählen zu den menschlichen Bedürfnissen und sind ebenso entscheidende Faktoren für die Gesundheit und Prävention. Allerdings haben Menschen mit Behinderung immer noch sehr große Probleme, überhaupt Sport treiben zu können“, weiß die Behinderten- und Seniorenbeauftragte Antje Bauroth.

Das Bundessozialgericht stellte 2018 fest, dass die Förderung des Freizeit- und Vereinssports grundsätzlich nicht zu den Aufgaben der Krankenkassen bei der Hilfsmittelversorgung gehöre. Diese Feststellung führte dazu, dass die Versorgung mit einer Sportprothese durch gesetzliche Krankenkassen verweigert wird. Die aktuelle Rechtslage ist unübersichtlich. Nur in sehr wenigen Fällen sehen die Gerichte diese Auffassung anders. Dabei ist nicht relevant, ob die Person vorher schon sportlich aktiv war oder nicht. „Dieser Zustand ist für die Betroffenen, die schon immer Sport getrieben haben, nun durch Krankheit oder Unfall auf ein Sporthilfsmittel angewiesen sind, nicht hinnehmbar“, so Bauroth. „Deshalb der Appell an Politik und Gesellschaft, Menschen mit Behinderung nicht vom Sport auszuschließen.“

Landkreis und Kreissportbund für mehr Inklusion

Um Menschen mit Behinderung den Zugang zu Sportangeboten erleichtern, verstärken Landkreis und Kreissportbund ihr Engagement im Inklusionssport.

Es werden nicht nur die entsprechenden Voraussetzungen des Inklusionssports gefördert, sondern ab der neuen Förderperiode (1. Januar 2023) auch die persönliche Ausstattung mit erforderlichen Sporthilfsmitteln für Sporttreibende mit Behinderung (z. B. Sportrollstühle, Sportprothesen).

Betroffene können sich bei Bedarf an die Sportkoordinatorin Birgit Kaminski wenden. Sie berät über Möglichkeiten der einzelfallbezogenen Sportförderung im Landkreis Teltow-Fläming, ist bei der Antragstellung behilflich und begleitet das Verfahren.

Frau B. Kaminski
Amt für Bildung und Kultur

Fachkoordination Sport

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Landkreis Teltow-Fläming

Am Nuthefließ 2
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