Mit dem Teltow-Fläming-Preis 2021 wurden am 15. Januar 2021 drei Persönlichkeiten aus dem Landkreis geehrt, die sich besondere Verdienste in der Corona-Krise erworben haben.
Der Preis 2021 war zu diesem Thema in drei Kategorien ausgelobt worden:
Der Teltow-Fläming-Preis wird üblicherweise beim Neujahrsempfang des Landkreises verliehen. Dieser konnte pandemiebedingt nicht stattfinden. Auch auf auf die alternativ geplante Festveranstaltung in kleinem Rahmen musste aus Gründen des Infektionsschutzes verzichtet werden.
Aus diesem Grund erfolgte die Ehrung im Rahmen einer Videokonferenz, durch die Landrätin Kornelia Wehlan und Kreistagsvorsitzender Danny Eichelbaum führten. Die zu Ehrenden, Laudatoren, zwei Bürgermeister sowie zwei Fraktionsvorsitzende des Kreistags waren zugeschaltet.
Laudator: Andreas Schulz, Vorsitzender des Vorstands der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam:
Das Wohl der Menschen ist für ihn das Maß der Dinge. Und deshalb hat Dr. Schult dem Corona-Virus seit Beginn der Pandemie den Kampf angesagt. Mit größtem Engagement und an vielen „Fronten“:
Ein unschätzbarer Einsatz, der mit dem Teltow-Fläming-Preis gewürdigt werden soll.
Laudatorin: Dietlind Biesterfeld, Beigeordnete des Landkreises Teltow-Fläming, Dezernentin:
„Nähen auf Teufel komm raus!“ haben sich Ute Reglin und ihre Mitstreiterinnen auf die Fahnen geschrieben.
Sie gehören zur Bürgerinitiative Corona-Hilfe Zossen, die zu Beginn der Pandemie gegründet wurde.
Quasi über Nacht schlossen sich an die 400 Menschen zusammen mit einem Ziel: zu helfen.
Helfen – das übernehmen Ute Reglin und ihre Mitstreiterinnen vor allem mit Nadel und Faden, aber auch mit Organisationstalent und Geschick. Tausende Masken aus Stoff haben sie zugeschnitten, genäht und verteilt.
Das half vor allem zu Zeiten, als Schutzausrüstung rar wie Goldstaub war, und es zählt natürlich bis heute. Dadurch werden Seniorenheime, Pflegedienste, soziale Einrichtungen und andere bedürftige Personen unterstützt, um Menschen zu schützen.
Ute Reglin koordiniert das Projekt, hat Materialspenden gesammelt, die Näherinnen betreut und motiviert.
Ein tolle Aktion, für die sie und ihre Mitstreiterinnen heute mit dem Teltow-Fläming-Preis geehrt werden.
Laudatio: Johannes Ferdinand, Beigeordneter des Landkreises Teltlow-Fläming, Dezernent:
Auf ein Lebenswerk mit vielen Verdiensten kann Ralf Mund zurückblicken. Seit mehr als 20 Jahren leitet er die Wiesenschule Jüterbog und hat dort vieles auf den Weg gebracht.
Während der Corona-Pandemie hätte er gute Gründe gehabt, den Schulbetrieb von zu Hause aus zu managen. Stattdessen war er Stunde um Stunde in der Schule vor Ort. Dort sorgte er dafür, dass das digitale Lernen vorbereitet, Präsenzpläne entwickelt und Lernen auf Distanz für alle so effektiv wie möglich läuft.
Besonders engagiert hat er sich auch, um den 10. Klassen eine feierliche Zeugnisübergabe zu ermöglichen – mit Abstand, versteht sich. Auch die Vorbereitung des neuen Schuljahres lag in seinen Händen. Er hat akribisch geplant, so dass die Vorhaben trotz ständig wechselnder Bedingungen kontinuierlich und souverän umgesetzt werden konnten.
Es ist zu einem großen Maße ihm zu verdanken, dass Schule wieder an Normalität gewonnen hat und der Schulalltag so gut es ging erlebbar war. Für all das gilt ihm Dank und Anerkennung.
Sowohl die Landrätin als auch der Kreistagsvorsitzende betonten, wie wichtig der Zusammenhalt in der Gesellschaft gerade in Zeiten wie diesen sei und mahnten zu Optimismus:
Kornelia Wehlan: "Wir können stolz darauf sein, was hier geleistet wurde und wird. Allen, die daran mittun, diese komplizierte Zeit zu meistern, danke ich von ganzem Herzen. Und so schwer es im Moment auch sein mag: Blicken wir weiter nach vorn! Hier im Landkreis Teltow-Fläming ziehen alle an einem Strang: Politik-Verwaltung-Bürgerschaft. Das ist unser Markenzeichen, unser Weg. Er führt uns zum Erfolg und wird uns auch bei der Bewältigung der Krise sehr, sehr helfen."
Danny Eichelbaum: "Ich freue mich, dass wir eine Möglichkeit gefunden haben, die Teltow-Fläming-Preise zu übergeben, denn das kann und darf einfach nicht warten. Das ist wichtig - gerade in so schweren Zeiten wie diesen, in denen Menschlichkeit und Miteinander, Verständnis und Fairness, Hilfe und Handeln gefragter sind denn je. Die Geehrten stehen beispielhaft für viele Menschen im Landkreis, die der komplizierten Situation trotzen und das Beste daraus machen."
Beide Redner brachten zudem ihr Mitgefühl für die Opfer der Pandemie zum Ausdruck und übermittelten den Hinterbliebenen ihre Anteilnahme. Genesungswünsche galten den Erkrankten und ihren Familien.
Die Erste Beigeordnete des Landkreises, Kirsten Gurske, dankte in ihrer Funktion als Sozial- und Gesundheitsdezernentin den Geehrten für ihren Einsatz. In diesen Dank schloss sie ausdrücklich auch alle anderen in der Pandemiebekämpfung engagieren Menschen ein, ausdrücklich die Beschäftigten des Gesundheitsamtes.
Ebenso galt ihr Dank der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam, die die virtuelle Übergabe der Teltow-Fläming-Preise unterstützte - ebenso wie die Neujahrsempfänge der Vorjahre.
Sie beendete die Videokonferenz mit dem möglichen Ausblick auf eine Gelegenheit, den Geehrten persönlich zu danken. Denkbar seien, abhängig von der weiteren Entwicklung, vielleicht ein Frühlingsfest oder der Neujahrsempfang 2022.
Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens ist der Weg zu dieser Normalität nicht hoffnungslos, aber noch weit und schwer.
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