Teltow-Fläming-Preise 2008

01.02.08 Pressestelle TF, Online-Redaktion

Preisträger und Laudatoren versammelten sich zum Gruppenbild.

Foto: © Pressestelle TF
Mit dem Teltow-Fläming-Preis 2008 wurden Bürgerinnen und Bürger des Landkreises geehrt, die sich besondere Verdienste auf dem Gebiet der Bildung erworben haben:

Silke Mahr erhielt die Würdigung in Anerkennung ihrer mehr als zehnjährigen Tätigkeit auf dem Gebiet der Integrationspädagogik. Sie hat die sonderpädagogische Förder- und Beratungsstelle im Staatlichen Schulamt Wünsdorf aufgebaut und leitet sie seit vielen Jahren. In dieser Funktion setzt sie sich engagiert und liebevoll für die Belange benachteiligter Mädchen und Jungen ein. Rund 400 kleine Persönlichkeiten durchlaufen pro Jahr die Beratungsstelle und bedürfen ihrer Hilfe. Für jeden Betroffenen die richtige Fördermaßnahme zu finden, hat man sich in der Beratungsstelle in Wünsdorf auf die Fahnen geschrieben, denn jeder junge Mensch soll genau die Schullaufbahn einschlagen, die für ihn geeignet ist.

Hartmut Stäker wurde nicht nur für sein unermüdliches Wirken in Sachen Mathematik-Olympiade ausgzeichnet. Er ist ein Pädagoge, der in vielerlei Hinsicht weiß, was zählt. So machte ihn vor allem sein Engagement für den Schulstandort Dahme zu einer im Landkreis Teltow-Fläming anerkannten Persönlichkeit. Darüber hinaus vertritt er die Interessen seiner Lehrerkollegen, setzt sich für sie ein und berät sie mit hoher Sachkompetenz. Sein Fachwissen im Bereich des Schulrechts nutzt er ebenfalls für die Arbeit im Kreislehrerrat Teltow-Fläming, dessen Vorstandssprecher er ist, und im Landeslehrerrat Brandenburg. In beiden Gremien genießt er hohes Ansehen, weil er streitbar und zielstrebig um optimale Bedingungen in der Bildungspolitik ringt. Als Vizepräsident des Brandenburgischen Pädagogenverbandes setzt er sich außerdem energisch für den Erhalt von Schulstandorten im ländlichen Raum ein. In der Gesamtschule Dahme organisierte der Pädagoge die Gründung eines Schülercafés. Dessen eigenständige Bewirtschaftung brachte Kindern und Jugendlichen Einblicke in die Leitung eines Unternehmens und am Ende sogar eine kleine Gewinnausschüttung für die erworbenen Aktien.

Die Projektgruppe "Entwicklung der Schullandschaft und Kindertagesbetreuung in der Stadt Ludwigsfelde ab 2006" hat Beteiligte aus unterschiedlichsten Bereichen in ein Boot geholt, um gemeinsam den richtigen Kurs zu bestimmen. Beschäftigte der Stadtverwaltung, Leiterinnen und Leiter von Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie Elternvertreter zogen an einem Strang.
Gemeinsam analysierte man die Situation und erarbeitete ein Konzept. Dieses zeigt Wege für die künftige Entwicklung der Schullandschaft und der Kindertagesbetreuung auf. Dabei wurde ein klares Ziel definiert: In der Stadt muss heute und künftig ein ebenso hochwertiges wie differenziertes Betreuungs- und Erziehungsangebot mit großer Trägervielfalt gewährleistet sein.
Die Projektgruppe unterbreitete Vorschläge, wie in der Stadt dauerhaft stabile Schulstandorte mit Ganztagsangeboten etabliert werden können. Offene Jugend- und Vereinsarbeit wurde dabei stärker als zuvor einbezogen. Engmaschiger wurde auch ein Netz von vorschulischer Förderung und Grundschulen geknüpft. Nicht zuletzt schärfte sich das Bewusstsein dafür, dass Tageseinrichtungen für Kinder auch einen Bildungsauftrag erfüllen.
Der eingeschlagene Weg verspricht Erfolg. Schließlich hängt auch in Sachen Kindertagesbetreuung und Schullandschaft vieles davon ab, wie intensiv alle an der inneren und äußeren Gestaltung Beteiligten zusammenwirken. Erste Ergebnisse liefern den Beweis.